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BASTA
A Cappella vom 14. - 18.11.2000 im Pantheon
Kritik vom 12.11.2000 aus dem General-Anzeiger:
Schlagerglück und Sambaschritt
Das neue A-Cappella-Programm von "Basta" im Pantheon - Imitationen von Grönemeyer und Dean Martin sorgen beim Publikum für beste Stimmung
Von Maschamay Gradion
Bonn. "A Cappella - was ist das eigentlich?" fragte William Wahl vom A-Cappella-Quintett "Basta" im Pantheon und lieferte auch die Erklärung: "Wir machen Musik ohne Instrumente. Nicht weil wir's nicht können, sondern weil wir's nicht wollen." Tatsächlich konnten die fünf jungen Männer, die als Ersatz für die "Acapickels" eingesprungen sind, das nötige Equipment recht gut imitieren. Im Zweifel konnte auf das Einsteigerinstrument für Musiker zurückgegriffen werden: die quietschige, aber erstaunlich rockige Blockflöte.
"Basta" wurde 1992 zunächst als Hobby-Gruppe ins Leben gerufen, seit einem gutem Jahr tritt das Ensemble vermehrt in der Region auf. Andreas Hardegen (Bass), Sascha Breuer-Rölke (Tenor), Werner Adelmann (Tenor), René Overmann (Bariton) und William Wahl (Bariton) sind dabei, an den A-Cappella-Himmel aufzusteigen, der zur Zeit von "Ganz schön feist" und den "Wise Guys" beherrscht wird. Mit ihren drastischen - aber dafür umso komischeren - Kombinationen aus eigentlich unvereinbarem Liedgut könnte ihnen das in absehbarer Zeit gelingen.
Die zusammengewürfelten Stücke waren die Höhepunkte des Abends: Da spuckte ein zackiger Herbert Grönemeyer zwischen den Zähnen die Worte "Er gehört zu mir" heraus, ein angetrunkener Dean Martin sang auf dem Barhocker den Madonna-Song "Like a virgin" und James Bond und Billy Joel machen im "Buena Vista Social Club" aus dem Beatle-Stück "Yesterday" eine Latin-Parodie.
Aufgereiht wie die Orgelpfeifen und im akkuraten schwarzen Anzug wirkte die Truppe auf den ersten Blick etwas bieder, doch der Eindruck täuschte. Mit Hüftschwung, leichtem Wippen aus dem Knie und Sambaschritt machten sie sich locker-lässig daran, respektlos schnulzig-schöne Schlager im Musikantenstadel-Watschelgang zu ironisieren. Den hörbaren Abschiedsschmerz der Zuschauer unterdrückte "Basta" mit den augenzwinkernden Liedworten des Rausschmeißersongs: "Wir tun, als ob uns die Musik gefällt, und denken an das viele Geld."
"Basta" ist noch bis zum 18. November, täglich um 20 Uhr im Pantheon zu Gast.
(15.11.2000)
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