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Kritik GERHARD POLT + BIERMÖSL BLOSN
(veranstaltet vom PANTHEON im Brückenforum am 10.2.2000)
vom 12.2. aus dem Express:
Schräge bayrische Gestalten
Brillantes Urgestein Polt
Von ALEXANDER BOECKER
exp Bonn - Es war ein Bild für die Götter: Drei skurrile bayrische
Gestalten, die zünftige Musik machen und schrecklich schräg singen.
Daneben ein miesgelauntes bayrisches Urgestein. Gerhard Polt
zusammen mit den Biermösl Blosn im Brückenforum - eine Sternstunde
des Kabaretts.
Die drei Sänger (begabte Musiker): dilettantisch, aber mit urkomischen
und rotzfrechen Texten. Da trug der Weihbischoff eine Kalaschnikow zur
Jagd und der Staatssekretär erschien in weißen Loden von
Bognermoden. Gerne auch mal mit lokalem Bezug: Bonn ghert zu
Beuel. Das kam spitze an, das Publikum im ausverkauften Brückenforum
trampelte mit den Füßen.
Brillanter Gegenpart: der wortgewaltige und souveräne Gerhard Polt
entlarvte das schwarz-braune bayerische Gemüt. Wieviel Minderheiten
brauchen wir denn?, fragte er. Herrlich auch die philosophischen
Betrachtungen zur Toleranz: Wir brauchen keine Opposition, wir sind
schon Demokraten.
Unglaublich: ein hüftwackelnder Polt sang zu bayerischer Volksmusik
afrikanische Lieder. Das stand der Saal Kopf.
Polt & Biermösl - ein brillantes Gespann und eine wohltuende
Abwechslung zur glatten Hochtempo-Comedy à la Mittermaier & Co.
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