Bericht PRIX PANTHEON 2001

vom 2.5.2001 aus dem Express:

Bonn apart
Der Champ darf zu Dirty Harry

Auch schon gemerkt? Die Bonner lachen sich seit gestern schlapp. Das macht nicht der Mai, nicht die Sonne. Wahrer Grund ist der Prix-Pantheon. Für den renommierten Kleinkunstpreis treten zum siebten Mal zwölf Nachwuchs-Talente an zwei Abenden vors humorverwöhnte Bonner Publikum.

In der Szene hat sichs längst rumgesprochen, wer hier besteht, kommt ganz groß raus.
Beispiele gefällig? Acapickels (Jurypreis 1996), Michael Mittermeier (Publikumspreis 1996), Ingo Appelt, Jess Jochimsen (Jurypreis 1999), letztes Beispiel: Senktrechtstarter Kayar Yanar. Auch diesmal ist die Fernseh-Karriere vorprogrammiert. Der Gewinner des Jurypreises darf Freitag abend gleich zu Oberlästerer Harald Schmidt.

Deshalb angespanntes Warten gestern Mittag im Pantheon. „Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass nicht der letzte Auftritt gewinnt und der erste verliert“, beruhigt Pantheon-Chefin Rita Baus. Bevor Glücksfee Ute Casper die Reihenfolge auslost. „Ich leg schon mal los,“, feixt der „Erfinda“ Kurt Krömer aus Berlin. Er muss als erster auf die Bretter. Jeweils zwanzig Minuten zeigen die Kandiaten ihr Können. Wer überzieht wird vom Moderator Rainer Pause gnadenlos von der Bühne gejagt.

Die Mitstreiter des Berliner Comedian am ersten Abend: Marius Jung, (nennt sich selbst den Bimbo unter den Komikern). Rabenschwarzen Humor verspricht Luise Kinseher. Gefolgt von Basta, den Kölner A Capella-Jungs. William Wahl, Sascha Breuer, Werner Adelmann, Andreas Hardegen und René Overmann. „Wir spielen den Stones-Hit „Satisfaction“ auf Blockflöten.“ Horst Evers Stärke ist das Geschichten erzählen, sein eigenes Genre nennt er „Vorleseshow“. Thilo Nest, Hanno Friedrich und Alexander Päffgen sind Abba Jetzt! Ein gutes Omen? Schließlich parodieren sie die schwedische Band und Abba starteten ihre Karriere ebenfalls mit einem Grand Prix.

Patrick Schleifer, Tom van Hasselt, das Kölner Quartet Theater Türkis, Rolf Persch, Evi und das Tier und Hilde Kappes sind heute Abend an der Reihe. Anschließend hat die 14-köpfige Jury eine schwere Entscheidung zu treffen. Wer ist der Sieger? Derweil werden die Künstler traditionell im Hotel Aigner verpflegt. Alfons Aigner: „Viele fragen nach dem Zimmer des Vorjahressiegers, aber das bleibt geheim. Gleiche Chance für alle.“

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