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TOD IM RHEINLAND
mit Rainer Pause und Martin Stankowski in der Lutherkirche Bonn
Kritik vom 12.11.2000 aus dem General-Anzeiger:
Der Zweifel ist die Mutter aller Erkenntnis
Spaß mit Rainer Pause und Martin Stankowski in der Bonner Lutherkirche
Von Maschamay Gradion
Bonn. "Der Tod ist ja an und für sich nichts Neues", behauptete Rainer Pause in seinem
Programm "Tod im Rheinland". Diese "bunte Knochenlese" unternahmen der Bonner Kabarettist Pause und der Kölner Geschichtenerzähler Martin Stankowski an historischer Stätte: In der Lutherkirche an der Reuterstraße. Das Duo hatte sich nicht nur einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht, sondern auch ein im Kabarett seltenes Thema: die Kultur des Todes.
Als rheinischer Vereinsvorsitzender Fritz Litzmann unterbrach Rainer Pause mit temperamentvollen Einwürfen den eher trockenen Vortrag des referierenden Journalisten. Die beiden bildeten ein spannungsreiches Gegensatzpaar, das gemeinsam die Geschichte des Sterbens und des Todes im Rheinland aufarbeitete: von den ersten ägyptischen Märtyrern in der Römerzeit, die unfreiwillig zu rheinischen Helden wurden, über die französischen Besetzer im 19. Jahrhundert mit ihrem Hygiene- und Gleichheitstick bis zu den modernen "Turbogräbern" und "Buchurnen" für die Ahnenreihe im Regal. "Tod im Rheinland" ist ein gut recherchiertes Stück, das ohne Scheu oder falsch verstandene Ehrfurcht ein gern verdrängtes Thema anpackt und ihm dabei noch reichlich Galgenhumor abgewinnt.
(13.11.2000)
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