THE HOUSE JACKS
7. Pantheon A Cappella-Festival
Kritik vom 13.6.2001 aus der Bonner Rundschau:


Auftakt des A-cappella-Festivals im Pantheon
Virtuose Sänger auf dem Brettl

Das 7. Pantheon A-cappella-Festival begann mit einem Furiosen Konzert des amerikanischen Vokalensembles „The House Jacks“. Funk, Rhythm and Blues und Pop mischten die fünf Kalifornier zu einer groovenden Bühnenshow, die mit verblüffend echt wirkendem „Vocal-Drumming“ das Pantheon zum Tanzen brachte.

Eigenkompositionen und Coverversionen in perfektem A-cappella-Sound, geschickt arrangiert, mit Stimm-Imitationen verschiedener Instrumente gewürzt und mit Spaß serviert, katapultierten die „House Jacks“ auf einen Spitzenplatz unter den weltbesten Vokalensemblen. Was die Sänger im Pantheon mit ihren Stimmen boten, war großartig. Allein die staunenswerte Schlagzeugimitation von Wes Carroll, der vom Klang schwirrender High Hats über die scharfen Schläge auf einer Snaredrum bis zu wirbelnden Läufen auf unterschiedlichen Toms die komplette Ryhtmuspalette virtuos wiedergab, nur mit einem Mikrophon vor dem Mund, wäre abendfüllend gewesen. Der zweite Mann der Rythmusgruppe war Bert Bacco, der ebenso souverän wie echt die Rolle des E-Basses ausfüllte.

In der Rolle des Leadsängers wechselten sich darüber Deke Sharen, Austin Willacy und Garth Kravits ab, die sich auch restliche Tonraumausfüllung teilen. Garth Kravits mutierte dabei zeitweilig zur E-Gitarre, während Deke Sharen perfekte Trompetenklänge, auch mit Dämpfer, vortäuschte. Neben fetten Grooves beherrschen die „House Jacks“ auch Balladen, wie „Dive into you“, die Bacco und Carroll dann auch die Möglichkeit bieten, ihren anstrengenden Rythmusjob mit echtem Gesang zu tauschen.

So richtig Spaß machte das Konzert dann beim „Wünsch dir was“-Programmteil, in dem die fünf Sänger auf Publikumszuruf Liederwünsche erfüllten und ihr Improvisationstalent ausspielen konnten. Da war es egal, ob sie das Stück kannten oder nicht, irgendwie bekamen sie alles hin. Nach so viel Gesangskunst und unerhaltender Bühnenshow stand das Pantheon vor Begeisterung Kopf.
Ein herrlicher Auftakt.

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