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Kritik BASTA
A Cappella
vom 18.6.2001 aus dem General-Anzeiger Bonn:
Ein Riesenspaß, das ist einfach so. Basta
Schön aberwitzig: Fünf kokette Kölner Vokalisten im Bonner Pantheon
Von Gunild Lohmann
Bonn. Der Name ist nicht unbedingt Programm. Die fünf Jungs von "Basta", noch so eine A-cappella-Offenbarung aus Köln, lassen durchaus mit sich reden, vor allem, wenn es um eine Zugabe geht, und noch eine und noch eine. Und wenn das A-cappella-erprobte Publikum im Pantheon derart hingerissen ist, drängt sich der Vergleich mit einer anderen Kölner Vokalistengang namens "Wise Guys" geradezu auf.
Zunächst einmal: Bei Basta hat jeder ein Mikro in der Hand. Das macht sie lauter, das orale Schlagzeug fetziger und den Gesamteindruck rockiger. Wo sich die Wise Guys einen Rest von kultivierter Chorknaben-Attitüde bewahrt haben, machen die Bastaner mit ausgefeilter Bühnenchoreographie und ihren zwei hervorragenden Tänzern René Overmann und Werner Adelmann jeder Boygroup Konkurrenz.
Ob "Satisfaction" mit Blockflöten-Begleitung, Madonnas "Like a Virgin" in der Cover-Version von Dean Martin, geniale Imitation von Afro-Sound oder Marianne Rosenberg meets Herbert Grönemeyer - viele der Arrangements von William Wahl, Komponist, Benjamin und wuschelköpfiges Herz der Truppe, sind zum Niederknien.
Bass Andreas Hardegen will nicht tanzen, aber dafür wummert, tupft, schnalzt und zischt er als Human Beatbox unermüdlich ins Mikro. Die anderen machen die Trompeten, Posaunen und E-Gitarren nicht immer perfekt, aber stets mit entwaffnendem Selbstvertrauen: Hier stehe ich und kann nicht anders. Diese charmante Koketterie hilft über die ein oder andere Länge in den Ansagen hinweg; selbst die Verhaspler sind oft zu schön, um wahr zu sein.
Den federleichten, selbstverständlichen Humor der Wise Guys haben die Basta-Texte nicht, aber einen Aberwitz, der in seinen besten Momenten den Abgrund zwischen Nonsens und Philosophie des Absurden mühelos überbrückt. So wird der Autobahn-Rastplatz Ohligser Heide zur Metapher für "ewiges Streben, Tanken und Rasten, wir hoffen vergebens".
Nicht nur Cannabis, Marihuana und Michael müssen legalisiert werden, sondern auch A-cappella, dann können wir auch Abbas "Dancing Queen" in die Dorfdisko folgen und herausfinden, was die "Frau an sich" eigentlich am Freitag Abend so treibt. Ein Riesenspaß, das ist einfach so. Basta.
(18.06.2001)
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