Kritik BASTA
im Rahmen des 8. Pantheon a Cappella-Festivals
vom 12.7.2002 aus dem General-Anzeiger Bonn:

Alles wird gut

"Basta" beim 8. A-Cappella-Festival im Bonner Pantheon

Von Sandra Kreuer

Bonn. Ihr Kapital ist - mal ganz abgesehen von denen einer A-Cappella-Gruppe durchaus dienlichen Stimmen - ihr Aussehen. Wobei hier nicht die Rede ist von modelmäßiger Schönheit, auch wenn Sascha Breuer-Rölke, Tenor der Kölner Formation "Basta", die in der Vergangenheit schon zu Geld gemacht hat. Nein. Es geht vielmehr darum, dass ein völlig harmlos aussehendes Quintett nette Geschichten mit spontan bösen Wendungen auf der Bühne erzählt. Wie jetzt beim 8. A-Cappella-Festival im Pantheon.

Da wird bei der Eigenkomposition "Bindungsangst" mal eben von der Bühne aus mit der Freundin Schluss gemacht und auf den fahrenden Bus verwiesen oder lässt ein gesundes Selbstbewusstsein düstere Gedanken im Lied "Alles wird gut" erst gar nicht aufkommen: "Sonnenschein im Herzen und ein Lächeln im Gesicht, mir geht es besser ohne dich." Kein Spruch fürs Poesie-Album, dafür aber eine Überschrift zum Kapitel "Lebenserfahrungen von End-Twens" namens Basta. Auch wenn die Fünf abstreiten, über Liebe zu singen.

Wobei singen alleine nicht reicht. Eine ausgefeilte Choreographie gehört mindestens dazu wie schräger Slapstick, Selbstironie, Tanzeinlagen, die jeden Rapper neidisch machen würden, und eine schöne Portion Improvisation auf den Spuren von Helge Schneider: "Jetzt gehe ich hinter die Bühne und werde mich vergnügen." Ganz zu schweigen von dem Stones-Song "Satisfaction" auf Blockflöten und einem gnadenlos guten René Overmann als Mick Jagger.

Weitere Vorstellungen: Freitag und Samstag, 20 Uhr; Karten: (02 28) 21 25 21.

(11.07.2002)

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