Kritik Rainer Pause + Norbert Alich
Fritz und Hermann packen aus - Das Weihnachtsspecial
vom 21.11.2002 aus der Bonner Rundschau:

Fritz und Hermann entfachen Streit unterm Christbaum
Weihnachtsspecial von Norbert Alich und Rainer Pause im Pantheon


Fritz Litzmann und Hermann Schwaderlappen bemühen sich. Eine friedliche Weihnachtsfeier im Verein soll es sein. Aber ach! Wer sie kennt, weiß: Vereint sind beiden Pantheoniken nur im Streit und in der bemitleidenden Verachtung armseliger Landstriche, die außerhalb des gesegneten rheinischen Bodens liegen.

Also geht es auch im neuen Weihnachtsspecial von Fritz und Hermann (alias Rainer Pause und Norbert Alich) im Bonner Pantheon hoch her zwischen Weihnachtsbaum und Zuckertännchen. Einiges rundet das Vereinsjahr passend ab. Zur letzten Jahreshaupt-versammlung PPP (Pink Punk Pantheon) erschienen die beiden streitsüchtigen Alten als frisch vermählte Gütermemeinschaft. Die Ehe, mit der sich Fritz und Hermann neues Recht zu nutzen machen, hielt damals gerade 45 Minuten.

Hermanns Kreditkarte blieb ein bisschen länger in Fritzens Hosentasche, und über den Disput dessen Verwendung offenbarte sich eine derart unsaubere Kassenführung im Verein, dass bei PPP innerhalb von sechs Wochen Klarheit geschaffen werden muss. Man darf gespannt sein, welch gewundene Ausreden unsere in diesen Dingen so findigen Vereinsvorsitzenden bemühen werden...

Manche Weiderholungen waren ohnehin zeichenhaft. Von Bimbes war erstmals im Zusammenhang mit Altkanzler Helmut Kohls Kassen-Chaos die Rede. Schwarze Kassen, niemandem dürfte das verborgen geblieben sein, haben auch andere Parteien. Auf die FDP hauen Fritz und Hermann mit besonderer Wonne. Die Liberalen hätten sich ja ein anderes Weihnachten gewünscht, Jürgen Möllemann wäre über Berlin abgesprungen mit einem Fallschirm, ein richtiges Spektakel wäre es geworden.

„FDP ist eine Partei die Jugend“
Jetzt ja nicht. so viel Theater bei den Westerwelles und Möllermanns: „Die FDP ist eine Partei gerade für die Jugend“, runzt Hermann Schwaderlappen (alias Norbert Alich) „da wird man mit Politik gar nicht belästigt.“ Fritz Litzmann und Hermann Schwaderlappen erinnern daran, das wir uns noch im „Jahr der Rheinromantik“ befinden – auch mit zündenden Wiederholungen und einigen Aktualisierungen zu diesem Thema wird das Vereinsjahr stimmig beschlossen. Ein schönes Programm.

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