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Prix Pantheon Jurypreis 2007 "Frühreif und Verdorben" und TV-Publikumspreis 2007 "Beklatscht und Ausgebuht" |
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Das, was uns von Jonas Anderhub und Christof Wolfisberg als spontaner Sprechblasen - Dialog untergejubelt wird, ist ein intelligent abgekartetes Spiel auf vorgefertigten Plakaten.
Da ist keine Spontaneität möglich, keine Improvisation, kein Ausbrechen aus der Vorherbestimmung des Schwarz auf Weiss Gedruckten. Aber die beiden tun es trotzdem. Das heißt: Sie versuchen es. Und genau darin besteht der unwiderstehliche Zauber ihrer - mittlerweile abendfüllenden - Kunst: Uns glauben zu machen, sie könnten auf der Bühne agieren wie sie wollten - dabei blättern sie sich durch ihr Bühnenleben, ohne irgendeinen Einfluss auf ihr vorgeschriebenes Schicksal nehmen zu können. Das ist zutiefst menschlich und unzulänglich, um nicht zu sagen, tragisch. Und deshalb so komisch. Und das Ganze in seiner Darstellungsform so wirkungsvoll auf das Wesentliche konzentriert. Auf das Lesen. In ihren dunklen, unauffälligen Anzügen, mit spärlich eingesetzter Mimik, und wohl dosierten Gedankenpausen, blättern Anderhub und Wolfisberg was das Zeug hält. Gemäß der Maxime: Bloss nicht reden, denn das Auge hört mit! Stimmbandschonend ist diese Art von Kommunikation deshalb noch lange nicht, jedenfalls nicht für das Publikum. Im Gegenteil: bei - bis zu 1000 Plakaten pro Abend - wobei jedes eine Pointe garantiert, geht man gerne schon mal heiser gelacht aus dem Theater. Früher hiess es: Lerne lesen für´s Leben! Diesen Spruch muss man ab sofort erweitern um den Zusatz: " - denn sonst geht es Dir wie einem unglücklichen jungen Mann namens ROLF: Du bist nicht dabei, wenn es wirklich was zu lachen gibt! (Laudatio der Jury) Nächster Auftritt im Pantheon mit "Schreibhals" am 8.3.09 |
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