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Preisträger Prix Pantheon Jurypreis 2008 in der Kategorie "Frühreif und Verdorben" |
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Im Mittelpunkt des Marikschen Kosmos steht ein Wesen, das, vorsichtig gesagt, sprachlich etwas "anders" begabt ist. We hat von de Beche kacke, fragt es oder We hat von den Tee gegage? Mariks Held ist schwarz und fühlt sich am wohlsten im Underground, wo seine stark Seh- und Sprachbehinderung nicht gleich auffällt. In Wahrheit ist der Held der sicherlich lustigste Maulwurf seit dem Abgang von Linda de Mol. Mariks Maulwurf kann gut schlecht Gitarre spielen und Märchen oder Klassiker auf seine sehr besondere Weise nachempfinden. Aus Schneewittchen wird Schneewante, aus Rapunzel Rapante. Behinderten Kinderkram nennen böse Zungen das und verkennen, dass Marik dem einst so depperten Kasperletheater ein großartig subversives Comeback beschert. Auf Mariks Handpuppenbühne ist die Anarchie das Grundgefühl, aus dem sich ein wunderbar infernalischer Infantilismus ableitet. René Marik beherrscht eine Kunst, deren Erfolg das tiefe Bedürfnis der Zuschauer spiegelt, einmal im Småland bei IKEA die Sau rauszulassen und noch einmal hemmungslos mit den bunten Bällen auf angepasste Altersgenossen feuern zu dürfen.
René Marik kann auch sehr schön nicht singen. Was er aus Liedern macht, verleiht ihnen stets eine ganz besondere Note, die beflügelt wird vom Geist des absichtsvollen Versagens. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH RENÈ MARIK!
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