Fil Taegert
Eigentlich wollte der heute 34jährige FIL Punkrocker werden. Doch er zeichnet auch.
Er war 14, als die Zitty seinen ersten Comic druckte. Eine Zeit, in der das Jugendamt immer mal wieder mit energischen Maßnahmen in die Erziehung des unbändigen Kindes aus dem Märkischen Viertel eingreifen mußte.

Heute ist FIL der Haus-Cartoonist des Stadtmagazins Zitty, zeichnet für „Fanzines“, „U-Comic“ und „Titanic“. Seine Geschichten von „Didi & Stulle“, „Stups & Krümel“ und „Ätzi & Fetzi“ haben Kultstatus.

Seit 1992 steht der Comic-Star auch auf der Bühne. Hier spielt er das, was sonst noch zu sagen wäre, malträtiert seine Gitarre, parodiert einstige Rock-Idole und reflektiert sein eigenes Leben, wenn er die Attüden und Platitüden von Punk, Musikbuisiness und Jugendkultur mit Charme und Frechheit vorführt. Sein Vorbild ist Bon Scott, der Ex-Sänger von AC/DC, „weil Bon Scott immer alles gegeben hat“.

Wenn FIL auf der Bühne steht, setzt er seine Mittel optimal ein. Er hat ein Ohr für die Sprache und ihre Veränderungen: das West-Berlin der plötzlich mittlerweile Ende Zwanzig- bis Mitte Dreißigjährigen mit drittelironischer Heimat in den 80ern.

FIL hat das Gespür für das Komische im Banalen wie im Ernsten. Und wenn er Häme und Spott über die schnellebigen Zeitgeister seines kurzen Lebens ausbreitet, trifft er das Wesen der Dinge. Dabei albert, blödelt und reimt er mitunter noch wie ein Abiturient, doch dann kommt sie doch noch, die satirische Perle.

Für die einen ist er genial, für die anderen ein Stümper, gar ein Sexist: Die Frauengruppe der Berliner SPD wählte ihn 1991 zum „Chauvi des Jahres“.
foto_Ehring
Pressestimmen:

„Denn FIL ist gut und vor allem ist er wirklich witzig.“ (Berliner Zeitung)

„FIL ist großartig“
(TAZ)

Er ist Gozilla. Er ist Reinhard Mey. Er ist die Gruppe Darstellendes Spiel seines Abi-Jahrgangs. Er ist AC/DC. Er ist besser als Techno-DJs. Er ist charismatischer Polit-Barde, tränentreibender Pantomimen-Parodist, gestresster Dompteur seines mitteilungsfreudigen Alter Ego Sharkey, Botschafter des Märkischen Viertels für den Rest der Welt, größter Zwerchfellerschütterer unserer Tage und noch manch Überraschendes mehr: FIL als komödiantischen Tausendsassa zu bezeichnen, wäre schon eine grobe Untertreibung. Er gibt alles und das ist nicht gerade wenig. Gehet hin und lacht!“
(Tagesspiegel)

foto sharkey

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