Christian Hölbling
alias "HELFRIED"

Preisträger des Prix Pantheon 2002
"Frühreif und Verdorben"
(Jurypreis)

Foto Helfried


Christian Hölbling erhält den Prix Pantheon 2002
Jurypreis "Frühreif und Verdorben" dotiert mit 4000 Euro
(zu gleichen Teilen geteilt mit Gregor Mönter)

Mit seinem Bühnen alter ego Helfried, der aussieht als sei sie einem Paukerfilm entsprungen, taucht man ein in eine Kinderwelt der Vergangenheit mit all ihren Schrecken und Alpträumen. Helfried ist eisern lebensabstinent, staubgrau, missionarisch borniert, hundsgemein, aber stets korrekt. Da lauert Struwelpeters Terror in der Tür und Alice im Wunderland erscheint am Horizont. Aber wie durch Zauberkraft verwandelt sich die Pedanterie dieses immer schon altgewesenen Kindes Helfried in einen Humus der Satire.
Mit seinen großen aufgerissenen Augen hat es sich eine Welt erschaffen, die wir alle kennen, in der sich aber nur Helfried, der wie ein Bruder Buster Keatons daherkommt, auszukennen scheint. In seinen Weisheiten, zwischen Obrigkeitshörigkeit und Anarchie, blitzt der schwärzeste Humor durch, der die großen österreichischen Kabarettisten ausmacht. Qualtinger und Hader müssen an Helfrieds Taufbecken gestanden haben.
Christian Hölbling ist ein Meister des Minimalismus, der kleinen Gesten, der leisen Pointen.
Er kommt daher wie ein Bote aus einer anderen Zeit.
Für Helfrieds Welt, dieses geschlossene Gesamtkunstwerk erhält Christian Hölbling den Jury-Preis „Frühreif und verdorben“.

Die Jury des Prix Pantheon

 

 

Kontakt: office.kabarett@aon.at

 

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