Diesen Preis verleihen wir Persönlichkeiten, denen wir unseren Respekt dafür zollen, dass sie seit langen Jahren sich selbst und ihrer Kunst treu geblieben sind.
Eines steht fest: Wenn irgend ein lebender Künstler den Prix Pantheon in der Sparte "Reif + Bekloppt" verdient, dann Helge Schneider. Das Allroundgenie aus dem Ruhrgebiet hat anarchische Filme gemacht hat, wie keiner vor ihm, Bücher geschrieben, die als neodadaistische Kleinode in die Literaturgeschichte eingehen werden und Bühnenshows zelebriert, die zu den lustigsten ihrer Art gehören: Ein Radikalkomiker, der die Politik der Freiheit propagiert, einzig und allein indem er sich treu bleibt. Das Hauptstandbein meines Humors bin ich selbst, hat er einmal gesagt und damit einen Zipfel des Geheimnisses gelüftet, den seine Auftritte begleiten.
So verschlungen die Pfade auch sein mögen, auf denen seine Phantasie verwegene Purzelbäume schlägt, so bleibt er gleichwohl mit beiden Plauteausohlen auf der Erde: Er macht Spaß, weil es auch den Ernst gibt und Quatsch, weil der ihm Spaß macht. Als Meister des verzögerten Endreimes suhlt er sich in allen musikalischen Stilen, als Multi-Instrumentalist und Tastengott entführt er sein Publikum in den Himmel der Improvisationen, wo bereits ein gewisser Johann Wolfgang von Beethoven wartet und als Gesamtkunstwerk ist er vor allem eines: unverwechselbar.
Die Jury des Prix Pantheon
Auftritt am 14.10.2011
Beethovenhalle Bonn
Karten bei allen bekannten Vorverkaufsstellen