zum Prix Pantheon
95+96+97+98 +1999 +2000 +2001 +2002 +2003 +2004 +2005 +2006 +2007 +2008 +2009 +2010 warum?

Historie und Regeln
Der PRIX PANTHEON, auch German Spass und Satire Open genannt, wird seit 1995 alljährlich Ende April im Pantheon Theater ausgetragen.
Der eigentliche Wettkampf in olympischer Manier um die Preise in den Kategorien Frühreif und Verdorben (Jurypreis) und Beklatscht und Ausgebuht (Publikumspreis) findet an 2 Abenden Ende April im Kabarett-Tempel am Bonner Bundeskanzlerplatz statt. Dazu treffen sich 12 Künstler/-innen oder Gruppen aus den Kleinkunst-Parade-Sparten Kabarett, Comedy, A Cappella, Lesung, Chanson und Musikkabarett, um miteinander und gegeneinander um die Gunst des Publikums, der Jury und natürlich um die mit jeweils 3000,- Euro dotierten Preise zu streiten.
Der Sonderpreisträger in der Kategorie Reif und Bekloppt (Preis dotiert mit 4000,-) ist der einzige Preisträger des PRIX PANTHEON, der im Vorfeld feststeht. Es ist eine Person, die als herausragende Persönlichkeit in der Kleinkunst gilt und das Genre mit seinem Wirken und als Vorbild nachhaltig geprägt hat.
Im Jahr 2006 wurde der Prix Pantheon um eine 4. Preis-Kategorie den TV-Publikumspreis (dotiert mit 3000,-) erweitert. Der/die Gewinner/in wird über Internetvoting nach den Ausstrahlungen der Aufzeichnung von den beiden Wettkampftagen im WDR-Fernsehen und im WDR5-Hörfunk ermittelt und auf der im Juni folgenden großen PRIX PANTHEON-Gala bekannt gegeben und dort mit allen anderen Preisträgern in einer Bühnenshow mit vielen Stargästen gefeiert.
Eine Bilanz der vergangenen PRIX PANTHEON-Jahre zeigt, dass die prämierten, aber auch die nominierten Kandidaten nach der Teilnahme am PRIX PANTHEON deutlich mehr öffentliche Aufmerksamkeit und damit einen merklichen Karriereschub erhielten. Die deutschsprachige Kleinkunstszene, das Publikum, Agenturen und Veranstalter, wie zum Beispiel die Kulturämter, und die Talentscouts der namhaften TV-Comedy-Produktionsgesellschaften beobachten sehr genau die Ergebnisse dieser Bühnenolympiade, was den hohen Stellenwert des Prix Pantheon belegt.
Da es immer schwieriger wird, neue, unverbrauchte, bzw. nur regional bekannte Talente einem breiteren Publikum zu präsentieren, ist der PRIX PANTHEON auch eine Form der Publikumsmagnetisierung und als Anreiz für andere Veranstalter und Agenturen gedacht, diese Künstler für ihre Bühnen zu verpflichten. Dabei ist der Prix Pantheon kein Amateurwettbewerb, denn die von einer Fach-Jury nominierten Kandidaten sind allesamt Profis, auch wenn sie ihren Lebensunterhalt nicht immer schon ausschließlich aus ihrer Bühnentätigkeit bestreiten können.
In einer Zeit, wo die Großen der Kleinkunst die großen Hallen erobern, denken wir außerdem - nicht ganz uneigennützig - daran, das Publikum auch weiterhin an die atmosphärisch dichten, zuschauernahen Bühnen zu erinnern, in denen die Stars der Szene groß geworden sind und in denen ja auch weiterhin Talente heranreifen sollen.
Da die Kandidaten und Kandidatinnen des Prix Pantheon für mehrere Tage im Pantheon zusammen sind und auch alle das gleiche Hotel bewohnen, hoffen, bzw. wissen wir aus den letzten Jahren, dass die Mitwirkenden sich untereinander besser kennen lernen. Intention ist dabei durchaus die Entstehung eines Netzwerks innerhalb dieser neuen, noch jungen Kabarett- und Comedy-Generation, welches dem Austausch von Erfahrungen, -möglicher Auftrittsorte und der Planung eventueller gemeinsame Bühnenprojekte dient.
Der Wettkampf-Charakter des Prix Pantheon, d.h. dass sowohl Jury als auch das Publikum ihre Wertungen auf die jeweils von den Kandidaten vorgetragenen 20 Minuten beschränken, sorgt im Gegensatz zu den anderen namhaften Kleinkunstpreisverleihungen, bei denen die Gewinner schon im Voraus feststehen, für außerordentlich spannende Abende mit ungewissem Ausgang, die den Kandidaten äußerste Konzentration und Disziplin abverlangen. Eine einmalige Erfahrung und Bewährungsprobe, die keiner der bisherigen Kandidaten missen möchte.