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DIE BISHERIGEN PREISTRÄGER DES
GERMAN-SPASS-UND-SATIRE-OPEN
PRIX PANTHEON
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Publikumspreis 1998 Beklatscht & Ausgebuht:
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GANZ SCHÖN FEIST:
Das Publikum zeichnet damit eine Gruppe aus, die ihren eigenen Stil musikalisch gekonnt umsetzt. Die weichen Melodien, auch Ohrwürmer genannt, stehen im Kontrast zu den ironischen Texten. So wird der schöne Schein in der sogenannten harten Wirklichkeit gespiegelt. Ihre minimalistischen Pop-Kunstwerke bestehen aus sparsamen musikalischen Arrangements und erzählen unspektakuläre Geschichten von Menschen wie Du und ich. Vom ersten Moment an werden Beo Brockhausen, Rainer Schacht und "C alias Mathias Zeh zu guten alten Freunden, die unsere Gedanken kennen und sogar zu wissen scheinen, wie wir unsere Tage und Nächte verbringen, und was wir insgeheim denken und träumen.
Die Göttinger Gruppe ?Ganz schön feist (dort in der Gegend heißt feist übrigens frech) schwimmen zwar auf der Erfolgswelle A Cappella mit, aber die eigenwillige Mischung aus Comedy, Kabarett und Musik läßt doch die Wogen noch etwas höher schlagen.
MARTINA BRANDL:
Martina Brandl ist unter den Diseusen des Landes eine singuläre Erscheinung.
Mit bärbeißigem Charme domestiziert sie lustvoll ihr Publikum, herrscht und fordert, umschmeichelt und verzeiht großmütig Verfehlungen, die man als Zuschauer niemals eingestanden hat.
Sie kann sich laut und schrill geben, aber auch leise und voller Anmut sein. Ihre Lieder sind oft gnadenlos ehrlich und voll von tiefschwarzem Humor. Ihre Bühnenpräsenz läßt auch in hartgesottenen Machos eine Ahnung davon aufsteigen, wie das Leben an der Seite einer starken Frau sein kann. Und wem Martina Brandl den Marsch bläst, der hat es auch verdient.
aktuelles Programm: Kommen müssen sie selbst
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Jurypreis 1998 Frühreif & Verdorben:
MARTIN PUNTIGAM:
Er ist Österreicher und wird oft mit Josef Hader verglichen. Er parodiert keine Werbesendungen. Und er macht Helmut Kohl nicht nach. So einer muß schon einiges draufhaben, um sich durchzusetzen.
Er hat es drauf, er hat sich durchgesetzt - und wie!
Martin Puntigam erhält den PRIX PANTHEON 1998, weil er den Begriff Kleinkunst beim Wort nimmt. Er sucht im Nebensächlichen und doch so Alltäglichen den Witz, er macht Banalitäten zu Minidramen, er liefert sich nicht dem Gag-Zwang aus und gönnt uns selten gewordene Nachdenklichkeit.
Martin Puntigam ist auf der Bühne ein Erlebnis: Er entwickelt mit zwingender Komik seine Szenen zu überzeugenden Geschichten.
Wir wünschen ihm mit der Verleihung des »Prix Pantheon 1998« jeden Erfolg. Denn Menschen wie er sind der Garant dafür, daß die Spezies Kleinkunst nicht ausstirbt.
Die Jury.
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Sonderpreis 1998 Reif & Bekloppt:
HARALD SCHMIDT:
bekommt den PRIX PANTHEON 1998 in der Sparte »Reif und Bekloppt« weil:
- er (Harald S.) politisch erfrischend unkorrekt ist
- wir hoffen, daß dieser Preis ihn dazu inspiriert, zu seinen Gästen nicht noch netter sein zu müssen als Johannes B.Kerner
- er sich die Menschenwürde auf seine Fahnen geschrieben hat, indem er
a) auch laue Gags würdevoll überlebt
b) seinem zeit- und teilweise überforderten Publikum augenzwinkernd, wenn auch charmant naserümpfend Würde angedeihen läßt
- wir uns in der gesamtmedialen Comedy - Diktatur einen coolen Cross - Over - Kabarettisten, verdammt noch mal, redlich verdient haben
- er trotz seines Mega - Erfolgs als Kabarettist und Radiomoderator die Zeit findet, seiner heimlichen Liebe, dem Fernsehen zu fröhnen.
- er auch menschlich, und wir sagen das in aller Offenheit, ganz toll ist
- der Junge endlich mal einen anständigen Preis verdient hat
- wir nach all den Jahren hier auf dieser Bühne, EINMAL einen richtigen Promi sehen wollen.
(Auszüge aus der Laudatio der Jury)
zur Harald Schmidt fanpage
oder zur Harald-Schmidt-Show
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Alle Nominierten 1998:
Django Asül, Martina Brandl, Flöz und Söhne, Ganz Schön Feist, Klenk und Staub, Pigor und Eichorn, Martin Puntigam, Die Scheinheiligen, Schiffer & Beckmann, Peter Spielbauer, Rolf Miller.
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PRIX PANTHEON
1997:
Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht:
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TRESENLESEN: Jochen Malmsheimer und Frank Goosen aus Bochum. Sie sind 2 Märchenonkel für Erwachsene, die sich mit Hingebung dem frohen Überleben der deutschen Sprache verschrieben haben. Sie sitzen nicht als Männer ohne Unterleib mit krummen Rücken Texte nuschelnd an wasserbeglasten Tischen, sondern stehen mit beiden Beinen mitten im wörtlichen Leben und lebendigem Lesen. Sie zelebrieren ihre Geschichten vom Volk fürs Volk, von Oma an den Enkel, erzählen von Bratkartoffeln und Erdmännchen, ihre Spezialität sind Fußball- und Schlußverkaufsreportagen. Goosen und Malmsheimer kultivieren, renovieren und neudefinieren das Vor-Lesen als Kunst aus augenhörigen Zuschauern beglückte Zuhörer zu machen. In ihren Charakter-Körpern besitzen sie 2 Zungen, die sie wie rote Teppiche für die Buchstaben ausrollen, -wenn diese dann gleich herzhaften Brotkrümeln ins Publikum purzeln, schnattern die Zuhörer vor Freude wie Enten. Bis zu den Oberarmen waten sie in Druckerschwärze und Papier, tauchen ihre feuchten Zeigefinger in die den Regalen glücklich entronnenen Büchern, -kämpfen mit ihren sonoren Stimmen gegen das Röhren und Flimmern des Bildes, für das pure Lauschen, -damit die Bilder dorthin zurückkehren wo sie irgendwann einmal herkamen, in das manchmal arg absurde Phantasiereich unserer Köpfe.
Tresenlesen beweisen uns verschmitzt: Nicht nur der Rücken eines Buches kann entzücken.
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1997 Jurypreis Frühreif & Verdorben:
Die POPETTE BETANCOR ist im Ruhrpott, in Essen geboren. In ihrem trotz jungen Jahren schon langem Künstlerleben war sie schon Mitglied der Comedy-Gruppe "College of Hearts", begleitete Helge Schneider auf seiner "Muttertag Five"-Tour, und ist noch heute unverzichtbarer Bestandteil von Cora Frosts Star-Imbiß-Band. Sie ist Multiinstru-menalistin und beherrscht neben dem Klavier die Klarinette, die Trompete, das Saxophon, das Schlagzeug - und natürlich ihre Stimme. Die Popette schreibt sich ihre Musik selbst auf den Leib.
Die Laudatio der Jury des PRIX PANTHEON befand: "Popette Betancor verdankt ihren Namen einer kühnen Mischung aus Pop-Musik und Chansonette. Sie ist nicht nur die Erfinderin des Kammerpops, sondern auch dessen einzige und damit beste Interpretin. Sie verfügt über die seltene Fähigkeit, die groß und klei-nen Ereignisse des Lebens auf eine poetische Formel zu bringen. In ihren Lie-dern und Texten spiegelt sich voller skurriler Komik der Zauber des Wunder-baren. Für Popette Betancor ist überall Wunderland!"
Die Popette Betancor hat drei Programme:
-Privat ist modern - Songs mit Musik
- Im Außendiens t- Mehr Songs mit Musik
(Premiere November 96)
-Damenbart (Premiere März 99)
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1997 Sonderpreis Reif & Bekloppt:
BIERMÖSL BLOSN, das sind die Brüder Hans, Michael und Christoph (Stopherl) Well. Sie stammen aus einer 17- köpfigen Volksmusikantenfamilie und sind in Günzlhofen einem Dorf zwischen München und Augsburg aufgewachsen, nicht weit vom "Biermoos" entfernt, nach dem sie sich benannten. 1976 formierten sie sich als eigene Gruppe. Die "Hauskapelle" des "Hörbacher Montagsbrettls" arbeitet seit 1980 eng mit Gerhard Polt zusammen. Die Biermösl Blosn sind Virtuosen auf einer kaum aufzählbaren Vielzahl an Musikinstrumenten und nicht nur mit ihnen, auch mit ihren bissigen Texten, bringen sie ihrem Publikum amüsante Flötentöne bei.
Aus der Laudatio der Jury: Bie Biermösl Blosn erhalten 1997 den Sonderpreis "Reif & Bekloppt", "weil sie uns angesichts solcher Folklore-Verlogenheiten wie "Musikantenstadl" und "Volkstümliche Hitparade" aus dem Tal der Verzweiflung führen und beweisen: Es gibt ein Leben nach Marianne und Michael. - Weil die Biermösl Blosn bewiesen haben, das nicht jede Großfamilie als Kelly Family enden muß. - Weil jeder ihrer Auftritte ein Multivergnügen ist: Hochmusikalischer Genuß, erfreulich anstößig und enorm unterhaltsam. - Weil die Biermösl Blosn ganz einfach zu den Besten gehören, die es im deutschen Kabarett gibt."
Von den Biermösl Blosn gibt es diverse Tonträger (alle auf Mood records). |
Alle Nominierten 1997:
Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn, Gabi Decker, Robert Griess, Martin Herrmann, KGB, Piet Klocke, David Leuckert, Podewitz, Popette Betancor, Markus Profitlich, Queen Bee, Tresenlesen.
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PRIX PANTHEON
1996:
Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht: MICHAEL MITTERMEIER
Jurypreis Frühreif & Verdorben: ACAPICKELS
Sonderpreis Reif & Bekloppt: ERWIN GROSCHE
Alle Nominierten 1996:
Acapickels, Ingo Appelt, Beier & Zauner, Der blonde Emil, Gohglmohsch, Sebastian Krämer, The Lonely Husband, Michael Mittermeier, Lars Reichow, Nessie Tausendschön, Die Wellküren, Detlef Winterberg
PRIX PANTHEON
1995:
Publikumspreis Beklatscht & Ausgebuht: THEATRE DU PAIN
Jurypreis Frühreif & Verdorben: BADER - EHNERT - KOMMANDO
Michael Ehnert + Kristian Bader
Sonderpreis Reif & Bekloppt: ARS VITALIS
Alle Nominierten 1995:
Monty Arnold, Bader-Ehnert-Kommando, Faltsch Wagoni, Max Herbrechter, Sylvia Rachor ("S.O.S. Mayday"), Peter Hiller, Ilja Kamphues, Theatre du Pain, Thomas Reis, Irene Rindje, Hertha Schwätzig, Marcus Jeroch
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