Gesang, Geschichten und große Momente

Die ganze Bandbreite des LiedermacherSommers changiert zwischen Pop und Satire, Spaß und Tiefe; zwischen Alltag, Politik, den kleinen und den ganz großen Gefühlen. Eine Reihe auf der Genießerseite des Lebens, die naturgemäß nicht nur die reinen Musikfans sondern auch das vom Pantheon gepflegte Kabarett- und Comedy-Publikum auf seine Kosten kommen lässt. Denn die kleinkunstkompatible Schnittmenge ist schnell erreicht: schräger Spontanwitz und scharfe Spitzen würzen auch die Zeit zwischen den Songs und lassen weitere Funken zwischen Bühne und Publikum überspringen.

Es darf also gelacht und nachgedacht, gefühlt und gefeiert werden, in lockerer Atmosphäre, mitten unter Gleichgesinnten.

 

Termine

  • 22.
    Mai
    Montag
    20:00

    Dota - Keine Gefahr

    Spielstätte
    Pantheon

    „Dota vertont Konsumkritik und Sehnsüchte so poetisch wie kaum jemand im deutschsprachigen Musikgeschäft…. – so zärtlich, witzig und gesellschaftskritisch erzählt, wie es Tucholsky für die Zwanziger tat.“ (Die Zeit)

    „Intelligente, bilderreiche, zuweilen in Rapmanier gebaute Texte, die durchaus auch einmal von den eigenen Befindlichkeiten absehen, um über den Tellerrand zu blicken.“ (Folker)

    In den Jahren ihrer musikalischen Laufbahn hat Dota Kehr keinen Fingerbreit ihrer künstlerischen Freiheit eingebüßt. Im Gegenteil. Es ist ihr gelungen, ihrer Unabhängigkeit ein Fundament zu schaffen, auf dem sie nach Belieben tanzen kann.
    Auf „Keine Gefahr“ ist sie daher so frei, ganz neue Töne anzuschlagen. Töne, in denen der Puls der Zeit schlägt. Inhaltlich und musikalisch.

    Inhaltlich nimmt sich Dota die Freiheit, bei Bedarf Klartext zu singen. Und der Bedarf besteht, wenn es ihr um Flüchtlinge oder Umweltzerstörung geht. Da brennt ihre Poesie vor Brisanz, messerscharf geschliffen und in jeder Silbe unmissverständlich.
    Darüber hinaus finden sich auf „Keine Gefahr“ geheimnisvolle Lieder, die Assoziationen Tür und Tor öffnen. Lieder zwischen Angst und Mut, Zuversicht und Resignation. Lieder, die einem ein Kribbeln bescheren, wie kurz vorm Sprung vom 10-Meter-Turm.
    Denn darum geht es: Sicherheit oder Abenteuerlust? Optimismus oder Argwohn? Und immer wieder die menschliche Furcht vorm Ungewissen – in einer Zeit und Welt, in der es keinen Ort mehr gibt, an dem man seiner sicher ist. Vor allem vor den eigenen Zweifeln und Sorgen, der Wut und dem Willen, etwas zu verändern. Dota sucht Ansätze und Auswege, findet Fluchtwege und Aussichtspunkte. Augen auf und durch. Auch wenn das Herz bis zum Hals schlägt.

    Die Berliner Sängerin und ihre gleichnamige Band DOTA (Jan Rohrbach – git, Janis Görlich – dr, Jonas Hauer – keys) haben es den Musikjournalisten mit ihrer stilistischen Vielfalt seit je her sehr schwer gemacht, sie einem bestimmten Genre zuzuordnen. Die Beschreibung der Bandbreite wird nun um einen Begriff erweitert werden müssen. Denn nachdem sich das letzte Album in einem akustischen Gewand mit vielen Folk-Einschlägen präsentierte, verleihen die vier Musiker auf „Keine Gefahr“ ihren Songs einen unerwarteten elektronischen Sound. Dass sie sich damit auf ein ihnen bislang weitgehend unbekanntes Feld begeben, gereicht der Musik keineswegs zum Nachteil. Die Lust am Erkunden und Experimentieren ist unüberhörbar und drückt sich in einem unkonventionellen Umgang mit dem neuen Instrumentarium aus. Die programmierten Beats tragen eben nicht die Handschrift eines routinierten Produzenten, sondern die eines versierten Schlagzeugers.
    Mit treibenden Beats, explosiven Harmonien und artifiziellen Klängen erzeugen sie eine zeitgemäße, stellenweise avantgardistische Intensität. Im spannenden Kontrast zu dem brodelnden musikalischen Geschehen steht Dotas unverwechselbare, glasklare Singstimme. Wie ein Regenbogen über einem Vulkanausbruch.


    „…eine der großartigsten Musikveröffentlichungen der jüngsten Zeit. …Dota beherrscht das Sentimentale ebenso wie das Euphorische.“ (Mannheimer Morgen)



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