Die Verleihung des Rheinlandtaler an das Pantheon im Rahmen des Neujahrsempfang des Kulturförderkreises Pantheon e.V.

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Rheinischer geht es eigentlich nicht – Das Pantheon-Theater mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet.

Seit 1976 ehrt der Landschaftsverband Rheinland (LVR) Persönlichkeiten, die sich um die landschaftliche Kulturpflege verdient gemacht haben, mit dem Rheinlandtaler. Am 3.1.2016 erhielt mit dem Pantheon erstmals ein Theater diese hohe, keineswegs alltägliche Auszeichnung. Insofern war der diesjährige Neujahrsempfang des Kulturförderkreises Pantheon Bonn e. V. (KFK) keiner wie jeder andere.

In seiner launigen Laudatio nannte Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, das Pantheon auch nach dem Umzug der Bundesregierung von Bonn nach Berlin das „Sprachrohr“ der satirischen Opposition in Deutschland und damit das politische Kabarett schlechthin, mit Blick auf die Nachwuchsförderung die „Kaderschmiede“ der Satire im Rheinland, vor allem aber die „Plattform“, auf der sich der Rheinländer als solcher und seine besondere Sicht der Dinge artikulieren. Dabei gehe es stets um die Menschen im Kleinen wie im Großen, um Bonn und das Rheinland als Spiegelbild der Bundesrepublik, Europas und der Welt. Als Vereinslokal des Heimatvereins Rhenania sei das Pantheon – so Prof. Dr. Wilhelm – seit Jahrzehnten zudem der richtige Ort, sich zu treffen, „vereinszumeiern“, und mit dem Alterspräsidenten Fritz Litzmann und Hermann Schwaderlappen, dem Vereinspräsidenten, in unnachahmlicher Weise über das rheinische Wesen, die rheinische Lebensart und die rheinische Identität zu räsonieren. In ihm manifestiere sich ein Stück „Freigeist“, dessen sich die Rheinländerinnen und Rheinländer immer wieder rühmen. Das sei kaum zu toppen.

„Ein Rheinland ohne Pantheon ist undenkbar, ein Bonn ohne Pantheon erst recht“ stellte Prof. Dr. Wilhelm fest. Deshalb wunderte er sich - abweichend vom Rede-manuskript -, keinen hochrangigen Vertreter der Bonner Verwaltung und Politik begrüßen zu können. Selbst in Köln oder Düsseldorf seien bei Rheinlandtaler-Verleihungen stets die Oberbürgermeister zugegen, meinte er mit etwas süffisantem Unterton. Aber es sei u.a. Sinn und Zweck des Rheinlandtalers, als kommunale Familie Wertschätzung und Anerkennung zu demonstrieren, wo es ihrer erkennbar vor Ort mangele, also gleichsam den Propheten dort zu ehren, wo er offenbar nichts gelte.

Prof. Dr. Wilhelm griff auch den Umzug des Pantheon auf die rechte Rheinseite auf und fragte sich, wie insbesondere Fritz Litzmann mit der sich abzeichnenden Situation klar kommen werde, demnächst sein „Vereinslokal“ in Beuel, d.h. auf der von ihm bislang so ungeliebten rechten Rheinseite zu haben; er attestierte ihm allerdings außergewöhnliche Flexibilität. Dem Pantheon wünschte er eine glückliche Zukunft. Fritz Litzmann alias Rainer Pause nahm im Anschluss an die Laudatio in Vertretung des Pantheon mit erkennbarem Stolz und auch spürbarer Rührung aus den Händen von Prof. Dr. Wilhelm den Rheinlandtaler nebst Urkunde entgegen. Die Hoffnung der zahlreichen Gäste wurde nicht enttäuscht: In seiner Danksagung, unterstützt von Norbert Alich als Hermann Schwaderlappen und Stephan Ohm am Flügel, gab er etliche furiose Kostproben dessen, wofür der Landschaftsverband Rheinland das Pantheon mit den Rheinlandtaler geehrt hat. Minutenlanger Applaus, eine überaus amüsante und kurzweilige Veranstaltung.

Einer der ersten Gratulanten war der Vorsitzende des KFK, Prof. Dr. Heinz Günter Horn im Namen des Fördervereins. Der KFK hofft, dass das Pantheon zukünftig von dieser außergewöhnli-hen Ehrung aus der „Fremde“ in Bonn zehren kann. Wie gesagt, was wäre Bonn ohne das Pantheon?

Die Laudatio von Prof. Dr. Jürgen Wilhelm ist in vollständiger Version hier zu lesen. Reaktionen in der Presse finden Sie hier.

Bildnachweise:
Landschaftsverband Rheinland
Pantheon Theater

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