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„Full House“ – oder anders: Kein Platz war mehr frei …

Das Pantheon war bis auf den letzten Platz besetzt: Bei der Tombola-Matinee am 8. April 2018, mit der die diesjährige Benefiz-Tombola des Kulturförderkreises Pantheon ihren offiziellen Abschluss fand, konnte der Vorsitzende, Prof. Dr. Heinz Günter Horn, in den Räumen des Pantheon über 450 erwartungsfrohe Gäste begrüßen. Schwer zu sagen, ob die Hoffnung, nach der Auslosung einen der attraktiven Hauptgewinne mit nach Hause zu nehmen, oder die Gewissheit, diesmal ein der Aktualität wegen besonders spannendes kabarettistisches Rahmenprogramm zu erleben, oder auch beides sie in Scharen nach Beuel hatte strömen lassen. Jedenfalls - so die einhellige Meinung - wurde niemand enttäuscht. Die Veranstaltung hielt wieder einmal das, was sie versprach.

Es war äußerst lebendig, lehrreich und amüsant zugleich, wie zunächst Rainer Pause und Martin Stankowski die „Steilvorlage“ nutzten, die ihnen kürzlich die Stadt Bonn und die Bezirksregierung Köln durch das Verbot, an Karfreitag den „Tod im Rheinland“ im Pantheon aufzuführen, geliefert und sich dabei auf das Feiertagsgesetz NRW und eine Rechtsprechung vor ziemlich genau 20 Jahren berufen hatten. Mit Zitaten aus den seinerzeitigen Gerichtsakten und Ausschnitten aus der wohl erfolgreichsten Produktion der letzten zwei Jahrzehnten im deutschsprachigen Kabarett - einer Epochen übergreifenden Auseinandersetzung mit der Bestattungskultur, ihren Wurzeln, unterschiedlichen Erscheinungsformen und

Sinngehalten - überzeugten sie eloquent und gestenreich auch ohne Sarg, Kränze und Kerzenleuchtern auf der Bühne das Publikum, dass es bei diesem Programm keineswegs um Provokation um der Provokation willen, sondern vorrangig darum geht, das „Skandalon Tod“ (O-Ton Stankowski) mit den Stilmitteln des Kabaretts zu enttabuisieren, darüber zu reflektieren und Ängste zu nehmen. Rainer Pause: „Das Leben ist mit dem Tod zu Ende, aber nur im Prinzip, nicht im Rheinland. Der Rheinländer akzeptiert ihn nicht“. Und weiter: „Welcher Tag eignet sich mehr dazu, über Sterben, Tod, Schmerz und Trauer nachzudenken, als der Karfreitag?“. Immer wieder verwiesen die beiden Protagonisten dabei auf die zwischenzeitlichen gesellschaftlichen Veränderungen und religiösen Neuausrichtungen. Unterstützung erfuhren sie von dem Bestsellerautor, Psychiater und Theologen Manfred Lütz, der sich in einem launigen, dem Thema aber durchaus angemessenen Kurzvortrag fragte: „Ist ‚Tod im Rheinland’ Jesuitentheater oder eine Provokation? Oder: warum brauchen wir stille Tage?“ Er wog das Für und Wider sorgfältig ab, benannte die Grenzen des Machbaren und kam letztendlich auch mit Blick auf die Empfindungen des „Mütterchen in der Eifel“ zu dem Schluss: karfreitagtauglich („Ich finde das Programm genial und auf jeden Fall gehaltvoller als so manche Predigt“).

Da passte dann auch irgendwie Norbert Alichs und wieder mit viel Applaus bedachter Evergreen „Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin“.

So ungewöhnlich dieser Programmteil, für die Auslosung der Hauptgewinne der KFK-Benefiz-Tombola 2018 galt wieder einmal: „The same procedure as every year!“. Welche Los-Nummern auch immer Rainer Pause und Heinz Günter Horn aus der silbern glänzenden Schale nahmen: erneut saß keiner/keine der Gewinner oder Gewinnerinnen im Saal. Umso wichtiger war die Saaltombola, die viele zunächst Enttäuschte dann doch durch ihre attraktiven Gewinne strahlen und glücklich sein ließ.

Am Ende setzte dann Norbert Alich mit seiner nostalgischen Gesangs-Hommage an den berühmten österreichischen Nuschler Hans Moser und den „Bildungsauftrag“ des Schlagers der 1950/1960er Jahre einen außerordentlich heiteren Schlusspunkt einer denkwürdigen und doch unterhaltsamen Veranstaltung. Das Publikum war wieder einmal begeistert. Was es schließlich vor allem verspürte: Appetit auf „Tod im Rheinland“.

Tombola-Matinee: Publikumsandrang im Foyer


Der Saal im Pantheon: Jeder Platz war besetzt


Das „Regiebuch" zum „Tod im Rheinland"


Beim Thema „Tod im Rheinland" hatten sie auch zu lachen:
Manfred Lütz, Martin Stankowski und Rainer Pause (v.l.n.r.)


Wie immer eine Ohrenweide und ein Vergnügen: Norbert Alich


Rainer Pause: Wo sind sie denn, die Gewinner?


Und es gab sie doch noch: die Gewinner


Am Ende: Prof. Dr. Horns Dank an die Künstler. V.l.n.r.: Norbert Alich, Rainer Pause, Manfred Lütz, Stefan Ohm und Martin Stankowski – und natürlich auch ans Publikum


Bildnachweis: Lambert-Sebastian Gerstmeier, Bonn / Harald Kirsch, Pantheon Bonn



Inzwischen: Alle Jahre wieder …


Der Vorsitzende des Kulturförderkreises Pantheon e.V., Prof. Dr. Heinz Günter Horn,
begrüßt die Gäste zum Neujahrsempfang 2018

Am Sonntag, dem 7. Januar 2018, hatten der Kulturförderkreis Pantheon (KFK) e.V. und das Pantheon-Team wieder zu ihrem inzwischen traditionellen kabarettistischen Neujahrsempfang bei Sekt und Brezel in die Räume des Pantheon-Theaters an der Siegburger Straße in Bonn-Beuel geladen. Die „Bude“ war rappelvoll.

Der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Heinz Günter Horn und Pantheon-Chef Rainer Pause konnten etwa 350 Gäste begrüßen. In ihren von rheinischem Optimismus geprägten Reden wünschten sie den Anwesenden nicht nur Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr. Sie drückten vor allem die Hoffnung aus, die Stadt Bonn möge sehr bald die Initiative ergreifen, das Umfeld des Pantheon städtebaulich neu zu ordnen und u. a. zu einem attraktiven Kulturstandort mit einer hohen Erlebnis- und Aufenthaltsqualität zu entwickeln. Man könne damit nicht noch 10 und mehr Jahre warten. Planen und Handeln seien jetzt angesagt, stellten sie unter großem Beifall ihres Publikums fest.

Ihre Hoffnungen setzten sie dabei vor allem auf die Vitalität und Eigendynamik des Stadtteils Beuel.


Das „Kabarettistentalent“ Benard Paschke, Bonn


Die Kabarettistin und Liedermacherin Fee Badenius, Witten


Die „Jungkabarettisten“ Bernard Paschke und Fee Badenius sorgten für ein äußerst unterhaltsames und kurzweiliges Rahmenprogramm. Bernard Paschke sprach sich selbst in überaus sympathischer Weise die Befähigung zum Kabarettisten ab, thematisierte dann aber doch mit spitzer Zunge und sprachgewandt den Generationen-Konflikt und die Welt von Handy, iPhone und iPad. Kein Zweifel, der „Noch-17-Jährige“ wird demnächst noch viel von sich reden machen. Fee Badenius präsentierte sich dagegen eher als einfühlsame Liedermacherin. Ihre Themen: „Beziehungskisten“, Frauenbilder und Ernährungswahn. Ihre wunderbar „leisen“ Töne gingen unter die Haut und ans Herz. Man hätte ihr noch stundenlang zuhören können. Der Saal war begeistert.

Begeisterung und Begehrlichkeiten zugleich weckten auch die ausgesprochen attraktiven Hauptgewinne der Benefiz-Tombola 2018 des Kulturfördervereins, die Heinz Günter Horn und Rainer Pause zwischendurch mit humorvollen Kommentaren eröffneten.

Rainer Pause und Heinz Günter Horn bei der Moderation


In der Saaltombola war auch das zu gewinnen:
Eine Lithographie des Koblenzer Künstlers Dieter Portugall „Das Bonner Rathaus“


Die Hoffnung auf ein verlängertes Wochenende im Hotel „Pantheon“ in Rom, auf Ballonfahrten, Flüge mit der Ju-52 und vieles Andere mehr animierte sogleich zum Loskauf. Endgültige Gewissheit wird jedoch erst die Tombola-Matinee am

8. April 2018 bringen. Dank der Saaltombola gingen etliche bereits jetzt als glückliche Gewinner nach Hause. Allerdings ließen es sich die Meisten am Ende der rundum geglückten Veranstaltung nicht nehmen, im Gespräch noch die wirklich einzigartige Atmosphäre der neuen Pantheon-Lounge zu genießen.

Letzte Folie der Powerpoint-Präsentation Horn: Glückwunsch Neujahr 2018

Insgesamt also ein rundum gelungener Start der Freunde und Förderer des KFK und des Pantheon ein hoffentlich für alle gesundes, glückliches, erfolgreiches, erfülltes und friedvolles 2018. Fortuna omnia bene vertat …


Abbildungsnachweise:

Heinz Hammerschlag/Troisdorf, Harald Kirsch/Bonn, Klaus Pakaski/Bonn




Die KFK-Mitgliederversammlung 2017 – Diesmal „open air“ !

Jährliche Mitgliederversammlungen sind das notwendige Übel im Veranstaltungskalender eines jeden Vereins. Bei Formalien und Regularien tendiert das Interesse der Mitglieder gewöhnlich gegen Null. So auch im KFK. Nur etwa 30 seiner inzwischen über 700 Mitglieder hatten am 21.6.2017 den Weg ins Pantheon nach Bonn-Beuel gefunden. Das tat aber an dem Abend der einzigartigen Atmosphäre und Stimmung keinen Abbruch. Die Anwesenden erlebten nämlich eine außergewöhnliche Premiere: Erstmals war die Mitgliederversammlung eine „Open-Air-Veranstaltung“. Man saß bei wolkenlosem, strahlendblauem Himmel, hochsommerlichen Temperaturen und kühlenden Getränken wohltuend beschattet im südländisch-mediterran anmutenden Innenhof des neuen Pantheon-Verwaltungstraktes. Schon deshalb trauerte keiner den alten Räumlichkeiten am Bonner Bundeskanzlerplatz nach.

Und so hatte es dann auch Rainer Pause, der zu Beginn der Veranstaltung vom KFK-Vorsitzenden, Prof. Dr. Heinz Günter Horn, nicht nur herzlich begrüßt, sondern noch weitaus herzlicher auch zu seinem 70. Geburtstag am 14.6.2017 beglückwünscht wurde, ziemlich leicht, eine vergleichsweise positive Zwischenbilanz des Pantheon-Umzugs auf die rechte Rheinseite zu geben. Seit Beginn des Spielbetriebes in der Beueler Halle Mitte Oktober 2016 laufe zwar noch nicht alles „rund“, aber das momentane Provisorium des Theaters habe alle Chancen, ein dauerhaftes zu bleiben. Insbesondere die Besucher hätten den Charme und das Flair des Individuellen und des „Schrägen“ schätzen gelernt; sie seien durchweg begeistert. Auch die Künstler wüssten die neue Infrastruktur des Pantheon zu würdigen. Eine kleine Bühne zur gezielten Nachwuchsförderung und eine attraktive Außengastronomie wären jetzt noch sein Traum, so Rainer Pause. Vor allem setze er auf eine städtebauliche Aufwertung des derzeit noch wenig attraktiven Quartiers. Dabei hoffe er auf weitere positive Signale und Unterstützung der Stadt Bonn.

Nach einer eingehenden Diskussion nahm Prof. Dr. Horn diesen Faden in seinem Bericht über das Geschäftsjahr 2016/2017 des KFK auf. Er versicherte Rainer Pause und dem Pantheon-Team auch weiterhin die uneingeschränkte Solidarität und Förderung. Er brachte seine große Freude und Genugtuung darüber zum Ausdruck, dass es dem Verein im Berichtzeitraum nicht nur durch wachsende Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, sondern auch durch eine erneut überaus ertragreiche Tombola möglich war, mit annähernd 60.000 Euro sowohl das Theater als auch den künstlerischen Nachwuchs finanziell spürbar zu unterstützen. Wie sehr der KFK inzwischen zu einer wahren „Pantheon-Familie“ zusammengewachsen sei, habe sich vor allem sowohl beim wieder einmal geglückten Neujahrsempfang am 8.1.2017 als auch bei der spannenden Tombola-Matinee am 9.4.2017 gezeigt. Zu beiden Veranstaltungen waren mehr als 300 am Ende begeisterte Mitglieder und Gäste gekommen. Besonders hob Prof. Dr. Horn die überaus intensive Mitgliederbetreuung durch seine Stellvertreterin, Ingrid Lemaire, hervor und dankte ihr dafür ausdrücklich. Sie sei inzwischen so etwas wie das „Gesicht“ des Vereins und „bekannt wie eine bunte Kuh“. Dem pflichteten die Anwesenden mit viel Applaus bei.

Natürlich durfte in dem Bericht des Vorsitzenden auch der „Ausblick“ nicht fehlen. So wird der KFK weiterhin die Entwicklung des Pantheon in Beuel aufmerksam verfolgen und dort zielorientiert mit der gewohnten Hartnäckigkeit an der Seite von Rainer Pause und Co. stehen, wo dies erforderlich ist. Von einem überzeugten Lobbyisten könne man nichts Anderes erwarten. Es wird in 2018 wieder einen Neujahrsempfang, dann aber auch wieder eine Tombola mit gewohnt spektakulären Gewinnen geben. Zuvor – Anfang Oktober 2017, d.h. genau am 3.10. – feiert das Pantheon sein 30-jähriges Bestehen. Auch da will der KFK insbesondere für seine Mitglieder eine kleines „Jubelzeichen“ setzen. Apropos Mitglieder: Im Sommer/Herbst 2017 wird der KFK nach den Worten von Prof. Dr. Horn eine große Mitgliederwerbung mit lohnenden Werbeprämien starten. Mitglieder werben Mitglieder. Seine Vision: Ein KFK mit 1.000 Mitgliedern.

Der Kassierer des KFK, Werner Ansorge, untermauerte dann – selbstverständlicher Tagesordnungspunkt einer jeden Mitgliederversammlung – in seiner Bilanz den eher pauschalierenden Bericht des Vorsitzenden mit harten Zahlen und Fakten. Er beschrieb die solide Haushaltslage, hob den satzungsgemäßen und verantwortungsvollen Umgang mit den eingenommenen Geldern hervor und benannte auf Nachfrage beispielhaft einige der vom KFK in den letzten 12 Monaten geförderten Veranstaltungen bzw. Künstler. Auch sein Blick in die Zukunft war von Optimismus geprägt. So konnten die Kassenprüfer dann auch ohne Wenn und Aber die Entlastung des gesamten Vorstandes beantragen. Dem folgten die Anwesenden bei Stimmenthaltung der Betroffenen einstimmig.

Den abschließenden Glück- und Erfolgswünschen für das Pantheon, seine Leitung, seine „Crew“ vor und hinter der Bühne, die Künstlerinnen und Künstler auf seinen „Brettern“ schlossen sich alle gerne an. Wie sagte am Ende Prof. Dr. Horn? Die einzigartige Atmosphäre und Stimmung der Mitgliederversammlung 2017 machen außerordentliche Lust auch einmal auf ein Sommerfest des KFK in vergleichbarem Ambiente…


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