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Mitgliederversammlung 2018 – Ein paar mehr hätten es schon sein können…

Es gibt sicherlich amüsantere Veranstaltungen im Leben eines Vereins wie dem Kulturförderkreis Pantheon e.V. als eine Mitgliederversammlung. Sie muss aber laut Vereinsrecht und Satzung sein. Das Interesse der Mitglieder hält sich gewöhnlich in Grenzen.

Pantheon Lounge


Gleichwohl war der KFK-Vorstand nicht ganz unter sich, als am 20.6.2018, 20.00 Uhr, der Vorsitzende Professor Dr. Heinz Günter Horn in der gemütlichen Lounge des Pantheon die Mitgliederversammlung 2018 des KFK eröffnete. In dem außergewöhnlichen „Club-Ambiente“ überbrachte er zunächst die Grüße der Pantheon-Leitung, Rainer Pause und Martina Steimer; beiden war eine Teilnahme aus nachvollziehbaren Gründen leider nicht möglich.
Seinem Vorstandsbericht stellte Professor Horn die Feststellung voran, dass der KFK zwölf erfolgreiche Monate hinter sich habe. Die Mitgliederzahl sei deutlich gestiegen, der finanziell gesunde Verein habe im Berichtzeitraum auch das Pantheon angemessen fördern können. Die Resonanz auf Veranstaltungen wie etwa den Neujahrsempfang am 8.1.2018 oder auch die Tombola-Matinee am 8.4.2018 zeige, dass es inzwischen eine richtige „Pantheon-Familie“ gebe.
Positiv bewertete Professor Horn auch die Tatsache, dass sich die Geschäftsstelle des KFK wieder in den Räumen des Pantheon befindet. Sie werde zukünftig hauptsächlich von Ricarda Bildstein vom Pantheon-Team geführt. In diesem Zusammenhang habe der KFK dem Pantheon insgesamt für die große personelle, organisatorische und logistische Unterstützung herzlich zu danken.
In den letzten Wochen beschäftigte vor allem die Umsetzung der Europäischen Datenschutz-Verordnung den Vorstand. Dank der Arbeit von Herrn Gerstmeier sieht sich der KFK in dieser Hinsicht jetzt gut gewappnet.
Nach den Rücktritten von Ingrid Lemaire und Klaus Pakaski wurden Ulrike Jaeschke als Stellv. Vorsitzende und Lambert-Sebastian Gerstmeier als Schriftführer in den Vorstand kooptiert. Der Vorsitzende dankte den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihr jahrelanges Engagement. Dabei hob er insbesondere die vielfältigen Verdienste von Ingrid Lemaire um den KFK hervor. Es gab zudem einen Blumenstrauß und eine gute Flasche Wein.
Mit einiger Genugtuung stellte der Vorsitzende fest, dass sich inzwischen gerade die Beueler Bevölkerung dem Pantheon eng verbunden fühlt, insbesondere seine Bedeutung für die In-Wert-Setzung und die städtebauliche Entwicklung des Stadtteils erkennt. Er forderte deshalb die Bonner Politik und Verwaltung auf, es dem Theater nicht weiterhin so schwer zu machen. Dem Pantheon sicherte er auch künftig die vorbehaltlose Unterstützung des KFK zu.
Nach den Berichten von Professor Horn, des Kassierers Werner Ansorge und der beiden Kassenprüfer wurde der Vorstand ohne Gegenstimmen entlastet.
Wichtig war sicherlich auch eine Satzungsänderung. Einstimmig wurde beschlossen, den Vorstand um bis zu drei Beisitzer/Beisitzerinnen zu erweitern, um ihn noch arbeitsfähiger zu machen. Anschließend bestätigten die Anwesenden zunächst die bislang lediglich kooptierten Ulrike Jaeschke und Lambert-Sebastian Gerstmeier in ihren Vorstandsämtern; danach wählten sie Dorothee Richter und Harald Schaffel neu als Beisitzerin bzw. Beisitzer in den Vorstand. Damit ist er jetzt bestens aufgestellt.
Und so endete die Mitgliederversammlung dann auch mit einem Blick in die Zukunft. Nach dem Spiel ist bekanntermaßen vor dem Spiel. So gilt es u. a., schon jetzt die nächsten KFK-Veranstaltungen, vor allem die Benefiz-Tombola 2019 vorzubereiten. Rainer Pause und Professor Horn träumen im kommenden Jahr von einem attraktiven Sommerfest. Dazu müsste es aber auch sehr bald zu einer spürbaren Verbesserung des Pantheon-Umfeldes kommen. Deshalb richtete die Mitgliederversammlung einen erneuten Appell an die Stadt Bonn, sich dieses Themas zukünftig intensiver, zielstrebiger und ergebnisorientierter als bisher zu widmen. In einem waren sich alle einig: das, was das Pantheon-Theater bislang mit eigenem Geld und aus eigener Kraft in Beuel geschafft hat, ist phänomenal …

Pantheon Lounge


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„Full House“ – oder anders: Kein Platz war mehr frei …

Das Pantheon war bis auf den letzten Platz besetzt: Bei der Tombola-Matinee am 8. April 2018, mit der die diesjährige Benefiz-Tombola des Kulturförderkreises Pantheon ihren offiziellen Abschluss fand, konnte der Vorsitzende, Prof. Dr. Heinz Günter Horn, in den Räumen des Pantheon über 450 erwartungsfrohe Gäste begrüßen. Schwer zu sagen, ob die Hoffnung, nach der Auslosung einen der attraktiven Hauptgewinne mit nach Hause zu nehmen, oder die Gewissheit, diesmal ein der Aktualität wegen besonders spannendes kabarettistisches Rahmenprogramm zu erleben, oder auch beides sie in Scharen nach Beuel hatte strömen lassen. Jedenfalls - so die einhellige Meinung - wurde niemand enttäuscht. Die Veranstaltung hielt wieder einmal das, was sie versprach.

Es war äußerst lebendig, lehrreich und amüsant zugleich, wie zunächst Rainer Pause und Martin Stankowski die „Steilvorlage“ nutzten, die ihnen kürzlich die Stadt Bonn und die Bezirksregierung Köln durch das Verbot, an Karfreitag den „Tod im Rheinland“ im Pantheon aufzuführen, geliefert und sich dabei auf das Feiertagsgesetz NRW und eine Rechtsprechung vor ziemlich genau 20 Jahren berufen hatten. Mit Zitaten aus den seinerzeitigen Gerichtsakten und Ausschnitten aus der wohl erfolgreichsten Produktion der letzten zwei Jahrzehnten im deutschsprachigen Kabarett - einer Epochen übergreifenden Auseinandersetzung mit der Bestattungskultur, ihren Wurzeln, unterschiedlichen Erscheinungsformen und

Sinngehalten - überzeugten sie eloquent und gestenreich auch ohne Sarg, Kränze und Kerzenleuchtern auf der Bühne das Publikum, dass es bei diesem Programm keineswegs um Provokation um der Provokation willen, sondern vorrangig darum geht, das „Skandalon Tod“ (O-Ton Stankowski) mit den Stilmitteln des Kabaretts zu enttabuisieren, darüber zu reflektieren und Ängste zu nehmen. Rainer Pause: „Das Leben ist mit dem Tod zu Ende, aber nur im Prinzip, nicht im Rheinland. Der Rheinländer akzeptiert ihn nicht“. Und weiter: „Welcher Tag eignet sich mehr dazu, über Sterben, Tod, Schmerz und Trauer nachzudenken, als der Karfreitag?“. Immer wieder verwiesen die beiden Protagonisten dabei auf die zwischenzeitlichen gesellschaftlichen Veränderungen und religiösen Neuausrichtungen. Unterstützung erfuhren sie von dem Bestsellerautor, Psychiater und Theologen Manfred Lütz, der sich in einem launigen, dem Thema aber durchaus angemessenen Kurzvortrag fragte: „Ist ‚Tod im Rheinland’ Jesuitentheater oder eine Provokation? Oder: warum brauchen wir stille Tage?“ Er wog das Für und Wider sorgfältig ab, benannte die Grenzen des Machbaren und kam letztendlich auch mit Blick auf die Empfindungen des „Mütterchen in der Eifel“ zu dem Schluss: karfreitagtauglich („Ich finde das Programm genial und auf jeden Fall gehaltvoller als so manche Predigt“).

Da passte dann auch irgendwie Norbert Alichs und wieder mit viel Applaus bedachter Evergreen „Ich bin so froh, dass ich nicht evangelisch bin“.

So ungewöhnlich dieser Programmteil, für die Auslosung der Hauptgewinne der KFK-Benefiz-Tombola 2018 galt wieder einmal: „The same procedure as every year!“. Welche Los-Nummern auch immer Rainer Pause und Heinz Günter Horn aus der silbern glänzenden Schale nahmen: erneut saß keiner/keine der Gewinner oder Gewinnerinnen im Saal. Umso wichtiger war die Saaltombola, die viele zunächst Enttäuschte dann doch durch ihre attraktiven Gewinne strahlen und glücklich sein ließ.

Am Ende setzte dann Norbert Alich mit seiner nostalgischen Gesangs-Hommage an den berühmten österreichischen Nuschler Hans Moser und den „Bildungsauftrag“ des Schlagers der 1950/1960er Jahre einen außerordentlich heiteren Schlusspunkt einer denkwürdigen und doch unterhaltsamen Veranstaltung. Das Publikum war wieder einmal begeistert. Was es schließlich vor allem verspürte: Appetit auf „Tod im Rheinland“.

Tombola-Matinee: Publikumsandrang im Foyer


Der Saal im Pantheon: Jeder Platz war besetzt


Das „Regiebuch" zum „Tod im Rheinland"


Beim Thema „Tod im Rheinland" hatten sie auch zu lachen:
Manfred Lütz, Martin Stankowski und Rainer Pause (v.l.n.r.)


Wie immer eine Ohrenweide und ein Vergnügen: Norbert Alich


Rainer Pause: Wo sind sie denn, die Gewinner?


Und es gab sie doch noch: die Gewinner


Am Ende: Prof. Dr. Horns Dank an die Künstler. V.l.n.r.: Norbert Alich, Rainer Pause, Manfred Lütz, Stefan Ohm und Martin Stankowski – und natürlich auch ans Publikum


Bildnachweis: Lambert-Sebastian Gerstmeier, Bonn / Harald Kirsch, Pantheon Bonn


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Inzwischen: Alle Jahre wieder …


Der Vorsitzende des Kulturförderkreises Pantheon e.V., Prof. Dr. Heinz Günter Horn,
begrüßt die Gäste zum Neujahrsempfang 2018

Am Sonntag, dem 7. Januar 2018, hatten der Kulturförderkreis Pantheon (KFK) e.V. und das Pantheon-Team wieder zu ihrem inzwischen traditionellen kabarettistischen Neujahrsempfang bei Sekt und Brezel in die Räume des Pantheon-Theaters an der Siegburger Straße in Bonn-Beuel geladen. Die „Bude“ war rappelvoll.

Der Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Heinz Günter Horn und Pantheon-Chef Rainer Pause konnten etwa 350 Gäste begrüßen. In ihren von rheinischem Optimismus geprägten Reden wünschten sie den Anwesenden nicht nur Gesundheit, Glück und Erfolg im neuen Jahr. Sie drückten vor allem die Hoffnung aus, die Stadt Bonn möge sehr bald die Initiative ergreifen, das Umfeld des Pantheon städtebaulich neu zu ordnen und u. a. zu einem attraktiven Kulturstandort mit einer hohen Erlebnis- und Aufenthaltsqualität zu entwickeln. Man könne damit nicht noch 10 und mehr Jahre warten. Planen und Handeln seien jetzt angesagt, stellten sie unter großem Beifall ihres Publikums fest.

Ihre Hoffnungen setzten sie dabei vor allem auf die Vitalität und Eigendynamik des Stadtteils Beuel.


Das „Kabarettistentalent“ Benard Paschke, Bonn


Die Kabarettistin und Liedermacherin Fee Badenius, Witten


Die „Jungkabarettisten“ Bernard Paschke und Fee Badenius sorgten für ein äußerst unterhaltsames und kurzweiliges Rahmenprogramm. Bernard Paschke sprach sich selbst in überaus sympathischer Weise die Befähigung zum Kabarettisten ab, thematisierte dann aber doch mit spitzer Zunge und sprachgewandt den Generationen-Konflikt und die Welt von Handy, iPhone und iPad. Kein Zweifel, der „Noch-17-Jährige“ wird demnächst noch viel von sich reden machen. Fee Badenius präsentierte sich dagegen eher als einfühlsame Liedermacherin. Ihre Themen: „Beziehungskisten“, Frauenbilder und Ernährungswahn. Ihre wunderbar „leisen“ Töne gingen unter die Haut und ans Herz. Man hätte ihr noch stundenlang zuhören können. Der Saal war begeistert.

Begeisterung und Begehrlichkeiten zugleich weckten auch die ausgesprochen attraktiven Hauptgewinne der Benefiz-Tombola 2018 des Kulturfördervereins, die Heinz Günter Horn und Rainer Pause zwischendurch mit humorvollen Kommentaren eröffneten.

Rainer Pause und Heinz Günter Horn bei der Moderation


In der Saaltombola war auch das zu gewinnen:
Eine Lithographie des Koblenzer Künstlers Dieter Portugall „Das Bonner Rathaus“


Die Hoffnung auf ein verlängertes Wochenende im Hotel „Pantheon“ in Rom, auf Ballonfahrten, Flüge mit der Ju-52 und vieles Andere mehr animierte sogleich zum Loskauf. Endgültige Gewissheit wird jedoch erst die Tombola-Matinee am

8. April 2018 bringen. Dank der Saaltombola gingen etliche bereits jetzt als glückliche Gewinner nach Hause. Allerdings ließen es sich die Meisten am Ende der rundum geglückten Veranstaltung nicht nehmen, im Gespräch noch die wirklich einzigartige Atmosphäre der neuen Pantheon-Lounge zu genießen.

Letzte Folie der Powerpoint-Präsentation Horn: Glückwunsch Neujahr 2018

Insgesamt also ein rundum gelungener Start der Freunde und Förderer des KFK und des Pantheon ein hoffentlich für alle gesundes, glückliches, erfolgreiches, erfülltes und friedvolles 2018. Fortuna omnia bene vertat …


Abbildungsnachweise:

Heinz Hammerschlag/Troisdorf, Harald Kirsch/Bonn, Klaus Pakaski/Bonn



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