26. German Spass- und Satire-Open

Aktueller Prix Pantheon

Rückblick: 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
Alle bisherigen Preisträger und Nominierten

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PRIX PANTHEON 2020
26. German Spass- und Satire-Open

am 13. & 14. Oktober 2020 im Pantheon-Theater und am 15./16. und 17.10.2020 in WDR5-Hörfunk und -Fernsehen

Der legendäre deutsche Satire- und Kleinkunstpreis Prix Pantheon wird seit 1995 verliehen.
Er ist aktuell (2020) mit 10.000,- Euro dotiert und in drei Kategorien aufgeteilt:

Den Sonderpreis der Jury "Reif & Bekloppt" (4.000,- €)
den Jurypreis im Wettbewerb "Frühreif & Verdorben" (3.000,- €)
den Publikumspreis " Beklatscht & Ausgebuht" (3000,-€)

Der Wettbewerb findet im Pantheon Theater statt und wird vom WDR-Fernsehen und WDR5-Hörfunk aufgezeichnet.



Tim Whelan ist "Frühreif & Verdorben" - Jurypreisträger

Der Jurypreis in der Kategorie „Frühreif und Verdorben“ geht an den am 11.5.1985 in Birkenhead (bei Liverpool) geborenen Stand-up-Komiker und Musiker Tim Whelan für seine einzigartig britische Variante des Ethno-Kabaretts.
Die 5köpfige Fachjury unter Vorsitz der Jurypräsidentin Susanne Pätzold begründete die Preisvergabe wie folgt: „Was wissen wir über scheinbar vertraute Kulturen? Unsere Nachbarn die Briten zum Beispiel? Ihre Haut, die sich offenbar auch im vollständigen Schatten rötet? Oder ihre Verwunderung über die deutsche Sprache, das Wort „nett“! und die Negativ-Steigerung „eiiiigentlich ganz nett“? Gut, wenn uns das ein Germanist aus Liverpool erklärt: freundlich, aber scharf. Erzählend, aber pointiert. Hart aber liebevoll. So wie in seinem aktuellen Programm „Gemüse“, auf dessen Plakat erfolgerichtig mit einer Lauch-Stange telefoniert.“




Jean Philippe Kindler ist "Beklatscht & Ausgebuht" - Publikumspreisträger (Soloauftritt am 13.10.22 im Pantheon)

Jean-Philippe Kindler, geboren am 17.7.1996 in Duisburg ist Preisträger in der Kategorie „Beklatscht & Ausgebuht“ -Publikumspreis. Der Satiriker Kindler schafft es, sein Publikum mit seinen eigenen Gedanken zu berühren, ohne Klischees zu bemühen. Er erfindet eigene Weltsichten und da muss das Publikum dann mit hin. Widerstand ist zwecklos. Denn Kindler ist ein Kämpfer für die Gerechtigkeit, der die Worte und die Sprache liebt. Und die lieben ihn zurück.

Den Publikumspreis übergab Pantheon-Chef Rainer Pause an Jean-Philippe Kindler. Pause äußerte sich zur aktuellen Situation der Theater: "Bevor ich nun den Publikumspreisträger verkünde, möchte ich mich herzlich bedanken bei diesem wundervollen Publikum am heutigen Abend, das die Kandidaten zu Höchstleistungen getrieben hat. Und ich bin froh, dass sich überhaupt soviel Publikum eingefunden hat, genau soviel, wie zulässig war. Natürlich viel weniger als in den letzten Jahren, wie wir alle wissen.
Und im Moment weiß ich garnicht, ob das nicht schon viel mehr war, als wir in Zukunft erwarten können. Denn ich habe gerade von Elke und Kay Lorentz in Düsseldorf erfahren, dass sie das Kommödchen zunächst einmal schließen müssen, weil nur noch 40 Zuschauer offiziell zugelassen werden. Damit kann man natürlich kein Theater ohne Subvention betreiben.
Wenn uns das auch treffen sollte, dann muss ich sagen: ohne Publikum auch kein Publikumspreis!
Zur Zeit wird viel vom Tod geredet. Und uns ist allen bewusst geworden, dass jedes Leben ein Ende hat, dass der Tod zum Leben dazu gehört. Aber auch umgekehrt braucht der Tod das Leben, sonst gäb es keinen Tod! Deshalb möchte ich das Leben leben, bevor ich sterbe. Und ein Leben ohne Kultur ist schon der Tod!"

HaPe Kerkeling ist "Reif und Bekloppt" - Sonderpreisträger
Der Ehrenpreis in der Kategorie „Reif und Bekloppt“ - dotiert mit 5000 Euro - geht in diesem Jahr an den am 9. Dezember 1964 in Recklinghausen geborenen Komiker, Schauspieler, Autor, Sänger und Fernsehmoderator HaPe Kerkeling. Die Laudatio auf den Ausnahmekünstler hielt der Kabarettist und bekennende Kerkeling-Fan Wolfgang Trepper. In der Laudatio heißt es u.a.: "(...) Kerkeling hat durch seinen Humor, der nie verletzt und durch seine künstlerische Arbeit so viel in unserer gemeinsamer Erinnerung hinterlassen, wie vor ihm noch Otto, Loriot, Heinz Erhardt und Markus Söder. (...) Er hat Kult erschaffen und ist selbst einer geworden. (...) HaPe Kerkeling ist nicht nur immer für Überraschungen gut, er liebt sie. (...) Er ging einfach und war dann mal weg. Das hat Stil. Und Klasse. Hurz!"

Diese spannenden 10 Teilnehmer waren insgesamt nominiert für die beiden Nachwuchspreise:


Amjad: der gebürtige Münsterländer ist mit seinem großen Talent im Bereich Stand-Up-Comedy und als Stimmwunder in der Welt des Entertainments mehr als perfekt aufgehoben.

Die Liedermacherin Marie Diot präsentiert sich musikalisch wie thematisch vielseitig und balanciert dabei gewandt zwischen Melancholie und Albernheit, streift Synthie-Pop und Kabarett und vereint alles durch ihren einzigartigen Stil.

Dr. Pop ist Arzt fürs Musikalische. Er therapiert mit Musiksamples und faszinierenden Musikfakten.

Liedermacher Falk verteilt in gewohnt lässiger Manier seine verbalen Nackenhiebe, gesellschaftskritischen Kinnhaken und feinsinnigen Tiefschläge.

Jean Philippe Kindler
: die Texte des deutschsprachigen Poetry Slam Meisters von 2018 sind oftmals politisch, und dabei humorvoll, ohne jedoch den Anspruch der Ernsthaftigkeit zu vernachlässigen.

Sonja Pickart
:
Mit aberwitzigen Geschichten, absurden Einblicken ins menschliche Schubladendenken und bösartig-morbiden Gegenüberstellungen zeigt sie, dass es nichts gibt, was uns unserem Wesen näher bringen kann, als die Metamorphose.

Erica Ratcliffe
: Die in Berlin lebende zynische Wienerin mit japanischer Mutter und österreichischem Vater steht für ein harmonisches Gleichgewicht aus Humor und Sarkasmus, Comedy und Kabarett.

William Wahl
: Romantik für Realisten - Wahl begleitet sein Publikum mit feinen Humor der kleinen Seitenhiebe und musikalischer Bandbreite vom Chansonette bis zu den großen Dramen schmerzhaften Liebeskummers.

Der Liverpooler Tim Whelan präsentiert geschliffene Witze, scharfe Pointen und feinste musikalische Exkursionen mit einem Hauch britischem Charme.

Osan Yaran
ist waschechter Berliner mit türkischen Wurzeln, dazu Ex-Lidl-Filialleiter, Ex-Ehemann und mit seinen lebensfreudigen Alltagsgeschichten aus dem Culture-Clash inzwischen bereits mehrfach Comedy-preisgekrönt.

Gemeinsam ist ihnen allen, dass Sie jung, originell, wortgewaltig und oft auch musikalisch sind.

Jeweils 10-12 Minuten hatten die Kandidaten am 1. Halbfinal-Abend des 13.10. im Pantheon, um sich ins Hirn und Herz des der Fach-Jury und des Live-Publikums zu spielen, die daraus 5 FinalistInnen kürten: Amjad, Dr. Pop, Jean Philippe Kindler, William Wahl und Tim Whelan. Diese traten am 2. Preisverleihungsabend, am 14.10. noch einmal mit neuen Beiträgen gegeneinander an. Der Wettstreit wurde vom WDR-Fernsehen aufgezeichnet und im Hörfunk WDR 5 übertragen (Sendezeiten s.u.). Den Kandidaten standen auch in diesem Jahr am Finalabend wieder diverse Stargäste zur Seite: Michael Mittermeier, Lisa Eckhart und Till Reiners.

Im letzten Jahr hießen die Preisträger des Jurypreises "Frühreif & Verdorben" Lennart Schilgen und des Publikumspreises "Beklatscht & Ausgebuht": Martin Frank. Für die Preisträger bedeuten diese Nachwuchspreise häufig eine massive Karrierebeschleunigung. Namhafte Beispiele hierfür sind Hagen Rether, Sebastian Pufpaff, Dave Davis oder auch Tahnee (2018) und Lisa Eckhart (2017).

Es moderierte - wie schon in den letzten 3 Jahren - der großartige Tobias Mann.


Moderation beider Prix Pantheon-Abende: Tobias Mann (Foto oben)

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Sendetermine Prix Pantheon 2020:

Sendedatum Halbfinale:
Do., 15.10.2020, ab 22:05 Uhr im WDR5 - Hörfunk
Fr., 16.10.2020, ab 23.30 Uhr im WDR Fernsehen

Sendedatum: Finale
Sa., 17.10.2020, ab 15.05 Uhr im WDR5 - Hörfunk
Sa., 17.10.2020 Uhr, ab 21.45 Uhr im WDR Fernsehen

Prix Pantheon Preisträger Live

  • 07.
    Oktober
    Freitag
    20:00

    20 Jahre Maybebop!

    Maybebop - "Best off" - das erste Jubiläumsprogramm nach 20 Jahren

    Spielstätte
    Pantheon

    Geht es um Kratzer bei neuen Dingen, sind sich wohl alle einig: Weniger sind mehr. Was komisch ist, denn bei alten Dingen sind es doch gerade all die Kratzer und Schrammen, die sie so wertvoll machen. Sie zeugen davon, dass etwas gebraucht und genutzt wurde.

    Die Band MAYBEBOP jedenfalls ist stolz darauf, dass sie schon etwas hinter sich hat. Dass die Vier nun bereits seit 20 Jahren gemeinsam unterwegs sind, nutzen sie für eine Bestandsaufnahme: Über 20 Alben haben sie produziert und mit ihren eingängigen, grandios getexteten Songs zahllose Sistemfeler aufgedeckt. Von Anfang an lautete ihr erklärtes Ziel: Los! Sie sind neugierig, extrem nah dran am Puls der Zeit und sich für keinen Kinderkram zu schade. Und dass sie zur Weihnacht alljährlich das Programm zu Heiligabend schenken, ist für Euch längst eine Institution. Mit über 2.000 Konzerten vor über einer Million Besuchern mit fettem Sound, kunstvollem Lichtdesign und pfiffiger Videoshow sind sie der Superheld der deutschsprachigen a-cappella-Szene. Das darf man nicht so sagen? Doch, man muss. Alles andere wäre heiße Luft.

    Der Lack ist ab - und das ist das Beste, was MAYBEBOP passieren konnte. Die Jungs sind endlich authentisch, ihre reife Kunst ist monumental und ihre Bühnenshows werden immer knackiger, je älter sie werden. Sie sind das, was besser bleibt. Sie sind immer für Dich da. Und gerade wegen ihrer Schrammen sind sie immer noch wie neu.

    MAYBEBOP sind:

    Jan Bürger – Countertenor
    Lukas Teske – Tenor & Beatbox
    Oliver Gies – Bariton
    Christoph Hiller - Bass





  • 09.
    Oktober
    Sonntag
    20:00

    Herr Schröder - Instagrammatik - Das streamende Klassenzimmer

    Spielstätte
    Pantheon

    Vieles hat sich verändert an der Helene-Fischer-Gesamtschule: Der Medienwagen hat Netflix, die Schulbücher gibt's als Podcast und bettlägerige Schüler werden per Livestream zugeschaltet. Außerdem ist freitags jetzt immer frei - #klassenklima. Der Lehrermangel wird durch Youtube-Tutorials ausgeglichen: ein Rezo-zialisierungsprogramm mit besseren Klausur-Ergebnissen als je zuvor - das Kultusmysterium ist ratlos. Obwohl alles neu ist, sind manche Dinge natürlich beim Alten geblieben. Der Kopierer meldet Papierstau ohne Rettungsgasse, im Tafelschwamm paaren sich die Einzeller und auf dem Lektürestapel »Effi Briest« liegt der Kreidestaub. «Frankfurt/Oder» ist für den Klassenprimus Justin nach wie vor eine rückversichernde Entscheidungsfrage und der Sportlehrer bleibt ein lieber, lieber Kollege: Sternzeichen Kein-Bock, im Aszendenten Großer Mattenwagen. Um Herrn Schröder da abzuholen, wo er steht, richtet ihm seine 12a einen Instagram-Account ein. Unter #korrekturensohn2.0 werden hier die wichtigsten schulpolitischen Fragen diskutiert: Wann gibt es endlich den Videobeweis im Klassenzimmer? Was macht Herr Schröder beim Junglehrerstammtisch? Und singt er am Ende der Stunde wirklich »Atemlos durch G8«? Besuchen Sie Instagrammatik und freuen Sie sich auf eine Doppelstunde Nachsitzen Deluxe. Doch keine Sorge: Nichts von alledem ist klausurrelevant und wenn Sie gut mitarbeiten, macht Herr Schröder 5 Minuten früher Schluss.

    Seine Karriere begann streng genommen schon als Deutschlehrer an einer Berliner Gesamtschule – heute spricht „Herr Schröder” vor tausenden von Leuten. Aus erster Hand berichtet der Comedian von seiner Zeit als Lehrer, zeichnet auf eine witzige Art ein ehrliches Bild vom typischen Schulalltag und trifft damit den Nerv gleich mehrerer Generationen.

    „Herr Schröder” muss dabei seine Rolle nicht spielen – er weiß, wovon er spricht und tut dies auf seine eigene, urkomische Weise. Man kauft Johannes Schröder – dem Mann hinter dem Komiker – jedes Wort ab, hängt ihm an den Lippen, wenn er komische Situationen präzise ummalt und ehrlich aus dem Alltag eines Berliner Lehrers plaudert.

    Sein Talent und sein Interesse für Stand-Up Comedy entwickelte der 1974 geborene Berliner 2015, nachdem er nach einem Sabbatjahr in Kanada seine Leidenschaft für Comedy entdeckte. 2017 startete er dann mit seinem Soloprogramm „World of Lehrkraft – Ein Trauma geht in Erfüllung“ seine Comedykarriere und tourte durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Wie kaum ein Zweiter punktet er dabei mit seiner authentischen, witzigen Art und wirft einen ehrlichen Blick auf seinen Lehreralltag. Lässig, kontrolliert und insbesondere selbstironisch nimmt er sich auch mal gerne selbst auf die Schippe und betitelt sich auch schon mal als „Beamter mit Frustrationshintergrund“.

    Sowohl Fans als auch Kritiker lieben Herrn Schröder gleichermaßen. Ausverkaufte Säle, Preise, wie der erste Platz im Quatsch Comedy Club oder der Publikumspreis des Prix Pantheon, zieren schon jetzt die Preissammlung des Komikers und geben seiner Entscheidung recht. Der Deutschlehrer hat sich mit seiner humoristischen Art und dem scharfsinnigen Blick auf das deutsche Schulsystem einen festen Platz in der deutschsprachigen Comedy-Szene geschaffen.



  • 12.
    Oktober
    Mittwoch
    20:00

    Bonnpremiere:

    Tobias Mann - Mann gegen Mann

    Das 7. Solo

    Spielstätte
    Pantheon

    Bild © Thomas Klose


    Tobias Mann, seines Zeichens Satiriker und Musiker, stellt sich im neuen Kabarettprogramm seinem ultimativen Endgegner und – Überraschung – es ist Tobias Mann selbst. Die härtesten Diskussionen führt er mittlerweile nicht mehr im Internet, sondern in seinem tiefsten Inneren und dabei zeigt sich: Selbst bei Facebook und Twitter geht es gesitteter zu.
    Jedes Selbstgespräch eskaliert und mündet in wüsten Beschimpfungen und Hasskommentaren, ohne Chance darauf, dass der User gesperrt wird. Schlimm für ihn, aber gut für sein Publikum, das nun an diesem höchst unterhaltsamen, kabarettistischen Kampf Mann gegen Mann teilhaben darf.

    In Zeiten von vielfliegenden Umweltaktivisten, bestechlichen Volksvertretern und kriminellen Ordnungshütern kann man die Augen auch vor den eigenen Inkonsequenzen kaum noch verschließen – und das lässt einen zum Hulk werden. Zu allem Übel ist Tobias Mann auch noch das, was sein Name verspricht: ein Mann – cis, Weiß und seit Neuestem auch nicht mehr ganz jung. Bricht sich darum jetzt vielleicht diese toxische Männlichkeit bahn, von der alle sprechen und die so viele seiner Altersgenossen in wütende Fortschrittsblockierer und Patriarchen alter Schule verwandelt? Hoffentlich nicht, aber die grundsätzliche Frage bleibt: Ist der Mann vielleicht die Wurzel allen Übels? Sicher, es gibt auch böse Frauen, aber sind die nicht eher ein Beweis dafür, dass es – frei nach Adorno – heißen muss: „Es gibt kein weibliches Leben in einem männlichen System!“

    Die Politik nimmt die neue, deutsche Aggression dankend auf und verlegt Intrigen und Machtspielchen, die sonst hinterhältig im Stillen verlaufen wären, auf die große Bühne. Für Tobias Mann ist all das zwiespältig und ein ständiger innerer Kampf: Als Mensch ist er angepisst, als Kabarettist bedankt er sich für das fantastische Material. Der Satiriker in ihm mahnt: „Die Zuschauer müssen unbedingt was mitnehmen. Es braucht Haltung!“ Der Gesellschaftsbeobachter entgegnet: „Haltung – schön und gut, aber man muss schon alle Seiten beleuchten!“ Der Komiker schreit: „Scheiß drauf! Die Pointe muss knallen!“

    In Texten und Liedern schießt der vielfach ausgezeichnete Kabarettist (u.a. Deutscher Kleinkunstpreis, Prix Pantheon, Salzburger Stier, Deutscher Comedypreis für die ZDF Show „Mann, Sieber!“) auch in seinem 7. Bühnenprogramm gegen Alles und Jeden, der es verdient hat. Und allzu oft ist das sogar er selber. Aber keine Angst: Beim Kampf gegen sich selbst gibt es zumindest zwei Gewinner: Tobias Mann und sein Publikum.



  • 13.
    Oktober
    Donnerstag
    20:00

    Gewinner Publikumspreis Prix Pantheon 2020

    Jean-Philippe Kindler - Deutschland umtopfen - Eine Satireshow

    Spielstätte
    Pantheon

    Bild © Fabian Stuertz


    Liebe Bürgerinnen und Bürger,

    Politik ist in diesen Zeiten nichts anderes mehr als Giftefeu: Wenn man zu nah dran ist, kriegt man Ausschlag. Während 25% der Deutschen immer noch die CDU wählen und ganz offenbar am Stockholm-Syndrom leiden, erklären Feminist*Innen dem Hartz-4-Empfänger aus Neukölln, wie sehr er von seinen Privilegien als weißer Cis-Mann profitiert.
    Aber hey: Endlich haben wir die Frauenquote in Konzernvorständen, so können sich die Angestellten endlich sicher sein, dass sie von Männern UND Frauen ausgebeutet werden. DAS, liebe Bürgerinnen und Bürger, ist gelebte D-I-V-E-R-S-I-T-Y! Was ist das nur für eine wunderbare Zeit: Man liefert uns das gute Leben in unter 24 Stunden und selbst Großkonzerne bieten uns mittlerweile Medidationsworkshops an, damit wir unser Burn-Out in der Mittagspause gemeinsam wegatmen können.

    Lassen Sie uns ehrlich sein: Die Zeit der Blüte ist vorbei, Deutschland hat Staunässe. Deswegen werde ich, Jean-Philippe Kindler, Satiriker und passionierter Erdbeerpflücker, das tun, was schon lange überfällig ist: Deutschland umtopfen! Sie hören richtig: Ich pflege auch die zartesten Pflänzchen wieder gesund! Und zwar nicht nur die Lichtpflanzen (Ingo Zamperoni) sondern auch die Schattengewächse (Armin Laschet). Nicht nur die Frühblüher, (Die Grünen, oder wie ich sage: CDU 2) sondern auch die Spätblüher (SPD, oder wie ich sage: CDU 3). Und natürlich auch Sie, wenn Sie denn möchten!

    „Der Satiriker Kindler schafft es, sein Publikum mit seinen eigenen Gedanken zu berühren, ohne Klischees zu bemühen. [...] Kindler ist ein Kämpfer für die Gerechtigkeit, der die Worte und die Sprache liebt. Und die lieben ihn zurück.“ (Jury Prix Pantheon, 2020)

    „Jean-Phillipe Kindlers Kunst behandelt Armut und Prekarität mit sensiblem und unzynischem Witz, der nicht wie so häufig die Betroffenen, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse bloßstellt.“ (Katja Kipping, die Linke)

    Jean-Philippe Kindler ist Satiriker und Radio-Moderator. Für sein Debütprogramm „Mensch ärgere Dich!“, bekam der deutschsprachige Meister im Poetry Slam direkt drei Satirepreise verliehen, darunter der renommierte „Prix Pantheon“. Neben der Bühne schreibt Kindler satirische Glossen für den WDR und ist an gleicher Stelle mit seiner Sendung „Kindler – der Talk“ zu hören. Kaum einer vermag es wie er, das Politische so witzig und berührend zugleich darzustellen.


    Bild © Fabian Stuertz






  • 26.
    Oktober
    Mittwoch
    20:00

    Jochen Malmsheimer + Frank Goosen - Tresenlesen

    Spielstätte
    Pantheon

    Bild © Daniel Sadrowski


    Endlich in Hengenbengen! Die Rückkehr der Erdmännchen des deutschen Humors!
    2020 kehrten sie zurück nach Sloegenkoegen, nun feiern sie ihre Ankunft in Hengenbengen, denn auch wenn Sloegen Hengen meint und Koegen Bengen, ist der Weg ein weiter, wenn auch wortlandschaftlich sehr schön. Jochen Malmsheimer und Frank Goosen kehren in ihrer Entität als Tresenlesen zurück auf die Bühnen dieses Landes, das in ihrer Abwesenheit die Währung gewechselt und auch sonst einige Dummheiten angestellt hat. Und wieder sitzt der glücklose König Edward, der vierte Steward auf dem Thron seiner Väter in der großen Halle, immer noch geht es beim Spiel Partisan Stollenterror gegen Wacker Wermelskirchen im Lambert-Hamel-Stadion zu Zweilütschinen hoch her, während der Borderline-Service weiterhin im More-Miles-Muffin-Modus angeboten wird und so mancher Kleiderschrank seines Aufbaus harrt. Die Herren werfen erinnerungsumflort manchen Blick zurück und vielleicht auch gegenwartsbesessen einen oder zwei seitwärts oder zukunftsfroh nach vorne, denn das Auge liest bei Günther würdevoll und preiswert mit. Seltsam? Aber so steht es geschrieben. Und zwar hier. Und jetzt werden wir alle Schweden. Omen!





  • 28.
    Oktober
    Freitag
    20:00

    Bonnpremiere:

    Philip Simon - "Zwischenstand 22"

    Spielstätte
    Pantheon

    Er ist zurück! Endlich gibt es wieder Philip Simon – Live! Er ist einer der beliebtesten Kabarettisten der Republik, geschätzter Spind-Bewohner der „Mitternachtsspitzen“ im WDR und auch ansonsten ein feiner Kerl. Jetzt hat er über zwei Jahre lang Virus-Varianten sortiert, einer Gesellschaft beim Mutieren zugeschaut und findet: Es ist höchste Zeit für einen kabarettistischen Zwischenstand. Philip Simon schaut auf das was war, was ist und was kommt. Der Bilanzbuchhalter des politischen Wahnsinns macht Inventur und es ist eine Freude ihm dabei zuzuschauen. Satirisch, philosophisch und überraschend. Zeit für einen Zwischenstand. Zeit für Philip Simon.

    Deutschlandweit nur 5 Shows im Oktober 2022!


  • 31.
    Oktober
    Montag
    20:00

    Wilfried Schmickler - Es hört nicht auf

    Spielstätte
    Pantheon

    Bild © © Ilona Klimek


    Wilfried Schmickler ist einer der großen Politkabarettisten dieses Landes, und nach über 40 Bühnenjahren präsentiert er ab dem Frühjahr 2021 sein neues Programm
    „Es hört nicht auf“
    Es hört nicht auf mit dem Kampf gegen die Idiotie und Ungerechtigkeiten in dieser Welt, gegen soziale Ungleichheit , gegen Haß und Intoleranz!
    Seine Lust dem etwas entgegen zu setzen hört aber auch nicht auf!
    Und so reist er wieder über die Bühnen diese Republik, bewaffnet mit den Worten der Wahrheit, die er gnadenlos und messerscharf zu führen versteht wie ein Scharfrichter seine Axt, und bereitet dem Publikum einen fulminanten, mal atemberaubenden Abend!
    WILFRIED SCHMICKLER wurde mit den 4 wichtigsten Kabarett-Preisen ausgezeichnet :
    PRIX PANTHEON, DEUTSCHER KABARETTPREIS, DEUTSCHER KLEINKUNSTPREIS und SALZBURGER STIER! Er war fast 30 Jahre bei den WDR-Mitternachtsspitzen („Aufhören Herr Becker“) und jeden Montag um kurz vor 11 stellt er auf WDR 2 die „Montagsfrage“.
    Im November 2021 erhält er den Bayrischen Kabarettpreis,
    Zur Verleihung des Bayerischen Kabarettpreises im November 2021 schreibt die Jury:
    "Der Mann redet einen schwindelig – und das seit über 30 Jahren. Der gebürtige Rheinländer macht Kabarett in Reinform. Er nimmt sich des Lebens, der Gesellschaft, der Politik in all ihren Facetten an und fokussiert das Menschsein an sich, um dessen künstlerisch habhaft zu werden. Es drängt ihn, den Dingen auf den Grund zu gehen, sie zu durchschauen, sie zu präzisieren und sie erklärbar zu machen. Fragen beantwortet er mit Gegenfragen, die beweisen, wie ambivalent unsere Gesellschaft ist, in welchen Widersprüchen wir leben und dass nichts, was wir als selbstverständlichen Wohlstand hinnehmen, selbstverständlich ist. Wenn er spricht – oder eher verbale Maschinengewehrsalven abfeuert – gestikuliert er gleichzeitig mit den Händen, als dirigiere er seine Kabarettnummern für das Publikum. Er ist und macht atemlos, manchmal möchte man seine Gedankensprünge in Zeitlupe ablaufen lassen, um seine Analyse ebenso messerscharf nachvollziehen zu können. Der 66-Jährige ist ein Mahner, wütend und mitfühlend zugleich, hochemotional und dabei doch immer sezierend genau. Seine Ansprüche an Moral und Wahrheit sind hoch – doch man hat immer den Eindruck, er selbst wird diesen jederzeit gerecht. Neben all dem Furor spürt man auch immer seine Liebe zum Komödiantischen, zum Spiel und auch zur Sprache. Vor allem in Frauenfiguren schlüpft er mit großem Spaß: sei es als Angela Merkel, Loki Schmidt, als Carmen Geiss oder die Queen. Politisches und Alltägliches bringt er geschmeidig zusammen, über den korrupten Politiker wettert er genauso wie über den bigotten Kleinbürger. Wilfried Schmickler zeigt Können auf allerhöchstem Niveau und so, dass es noch lange in den Zuschauerinnen und Zuschauern nachhallt."

    Pressestimmen:
    „ es sind die etwas leiseren Momente, in denen Wilfried Schmickler wahrhaft brilliert. Jene, in denen er geschliffene Sätze in überragender Präzision führt, in denen er scharf ist und zugleich poetisch. Wenn er mit satirischem Witz Geschichten erzählt oder jenseits der auch von ihm geliebten Aneinanderreihung von Schlagworten Gesellschaftskritik in Verse von erlesener Eleganz packt, zeigt sich die ganze Strahlkraft eines Kabarettisten“ (Bonner Generalanzeiger)
    „Wilfried Schmickler gehört als virtuoser Wortdrechsler seit Jahrzehnten zur ersten Liga der Politkabarettisten im Land!“ (LVZ Leipzig, Auftritt Schauspielhaus 2016)
    Schmickler gehört zum Besten, was Kleinkunst zu bieten hat. Es ist scharf und klug, hochaktuell und ziemlich böse. So soll Kabarett sein. (AZ Mainz)
    „ Ein Sprachtiger mit drastischer Wortgewalt: Schmickler verblüffte mit Freundlichkeit, war schäumend und leise, hintersinnig, kalauernd und bissig .“ (Aachener Zeitung)


    Bild © © KR

Dezember

  • 08.
    Dezember
    Donnerstag
    20:00

    Zusatztermin!

    Jochen Malmsheimer + Frank Goosen - Tresenlesen

    Spielstätte
    Pantheon

    Bild © Daniel Sadrowski


    Endlich in Hengenbengen! Die Rückkehr der Erdmännchen des deutschen Humors!
    2020 kehrten sie zurück nach Sloegenkoegen, nun feiern sie ihre Ankunft in Hengenbengen, denn auch wenn Sloegen Hengen meint und Koegen Bengen, ist der Weg ein weiter, wenn auch wortlandschaftlich sehr schön. Jochen Malmsheimer und Frank Goosen kehren in ihrer Entität als Tresenlesen zurück auf die Bühnen dieses Landes, das in ihrer Abwesenheit die Währung gewechselt und auch sonst einige Dummheiten angestellt hat. Und wieder sitzt der glücklose König Edward, der vierte Steward auf dem Thron seiner Väter in der großen Halle, immer noch geht es beim Spiel Partisan Stollenterror gegen Wacker Wermelskirchen im Lambert-Hamel-Stadion zu Zweilütschinen hoch her, während der Borderline-Service weiterhin im More-Miles-Muffin-Modus angeboten wird und so mancher Kleiderschrank seines Aufbaus harrt. Die Herren werfen erinnerungsumflort manchen Blick zurück und vielleicht auch gegenwartsbesessen einen oder zwei seitwärts oder zukunftsfroh nach vorne, denn das Auge liest bei Günther würdevoll und preiswert mit. Seltsam? Aber so steht es geschrieben. Und zwar hier. Und jetzt werden wir alle Schweden. Omen!



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